Artikel

• Lorenz Glatz: Alles außer Krieg ist schwer zu machen – Nicht nur im Nahen Osten, aber vor allem dort. Einige Behauptungen zum Streiten • Ulrich Enderwitz: Aggression und Regression • Bernhard Schmid: Die islamistische Scheinalternative – Am Beispiel Algeriens • Peter Klein: Existenz und Terror – Vorschlag, den Terrorismus nicht mit seinen Begründungen gleichzusetzen • Lothar Galow-Bergemann: Wegsehen oder Solidarität mit Israel? • Franz Schandl: Fratze statt Mythos – Reemtsma und Kraushaar entsorgen 1968 • Markus Mohr: Die dummen Einfälle des Dr. Kraushaar • Reinhard P. Gruber: Die Arbeit als Landplage (1989) • Maria Wölflingseder: Vom Markt der Religionen zum Markt als Religion • Andreas Exner: Grillen statt Heuschrecken – Zu „Das Lebensmittel“ von Wolf Lotter in brand eins 03/06 • Lorenz Glatz: Dissidente Praktiken – Buchbesprechung

Kolumnen

• Dead Men Working von Maria Wölflingseder: Durchstarten! • Rückkopplungen von Roger Behrens: Kein Lied mehr – Zu Blumfeld • Immaterial World von Stefan Meretz: Copyright & Copyriot – Aneignungskonflikte • Unumgänglich von Franz Schandl: Transposition!

2000 Zeichen abwärts

• Lorenz Glatz: Türken vor Wien • Lorenz Glatz: „Straße der Sieger“ • Christoph Wendler: Akademische Prekarisierung

Artikel aus dem Heft

Streifzüge 39/2007 2000 Zeichen abwärts von Lorenz Glatz Es ist trüb. Ich auch. Neben mir humpelt mein Jüngerer, ich stütze ihn, wir sind unterwegs zur Krankenkassenambulanz auf der Mariahilfer Straße, Wiens repräsentativer Shopping Mall. Der übliche Einkaufsbetrieb und einige Mienen, die zu diesem Gottesdienst passen, auf den Gesichtern der Touristen und anderen Gläubigen. Dazwischen Leute, di...

Streifzüge 39/2007 von Ulrich Enderwitz Um aber auf den Antisemitismus in seinen beiden Spielarten des deutschen und des arabischen Hasses auf die Juden und auf unsere Ausgangsfrage nach der Identität, die beide eint, oder vielmehr der Differenz, die sie trennt, zurückzukommen, so hat unsere nähere Betrachtung der arabischen Version in ihrer Entwicklung vom nationalistischen Antizionismus bis z...

Streifzüge 39/2007 2000 Zeichen abwärts von Lorenz Glatz Leute mit österreichischem oder türkischem Pass brauchen ein Visum, wenn sie einander besuchen wollen. Alpenländler erstehen das Ding bei der Ankunft am Flughafen für 15 Euro. Schließlich soll niemand abgeschreckt werden, dem Land Devisen zu bringen, was ja der Zweck ist, wozu ein Land sich Touristen antut. Wenn türkische Passträger nach ...

Am Beispiel Algeriens

Vorschlag, den Terrorismus nicht mit seinen Begründungen gleichzusetzen

Civilization of Clash und antisemitischer Vernichtungswahn Streifzüge 39/2007 von Lothar Galow-Bergemann 1. "Israel muss von der Bildfläche getilgt werden. " "Die Wurzel des zionistischen Regimes muss trockengelegt werden. " "Die Anwendung einer einzigen Atombombe würde Israel völlig zerstören, während sie der islamischen Welt nur begrenzte Schäden zufügen würde. " Wer dem gegenwärtigen iranisc...

Reemtsma und Kraushaar entsorgen 1968

Streifzüge 39/2007 von Markus Mohr Johannes Agnoli, der sich selbst nie so wichtig nahm, qualifizierte in seiner 1998 erschienenen Aufsatzsammlung "1968 und die Folgen" das Bemühen der "diversen Kraushaar" als eine "Abwertung und Verleumdung all dessen, was von links kommt und vor allem in der 68er-Revolte gipfelte". Glaubt man nun einem jüngst von dem Italien-Korrespondenten der Frankfurter Al...

Streifzüge 39/2007 KOLUMNE Dead Men Working von Maria Wölflingseder Auf der Pampers-Windel-Werbung prangt unter dem Foto eines friedlich schlafenden Säuglings der Schriftzug: "Bitte nicht stören. Arbeite auf Hochtouren." Dass "dein Gehirn während der Nacht Millionen von Verbindungen herstellt, um all das zu verarbeiten, was du tagsüber erlebt hast", wird klein gedruckt erklärt. - Auf Hochtouren...

Streifzüge 39/2007 von Reinhard P. Gruber Vorbemerkung von Maria Wölflingseder Der steirische Schriftsteller Reinhard P. Gruber feierte im Januar seinen 60. Geburtstag. Vor fast zwanzig Jahren erschien sein Buch "Nie wieder Arbeit - Schivkovs Botschaften vom anderen Leben" im Residenz Verlag. 2003 wurde es bei Droschl in der Werkausgabe neu aufgelegt. Darin finden sich treffsichere Passagen zur...

Streifzüge 39/2007 KOLUMNE Rückkopplungen von Roger Behrens "Ein Kreis schließt sich. Nach sechzehn Jahren Blumfeld hat Autor, Sänger und Gitarrist Jochen Distelmeyer in Absprache mit den übrigen Bandmitgliedern Andre Rattay (Schlagzeug), Vredeber Albrecht (Keyboards) und Lars Precht (Bass) beschlossen, die Band aufzulösen." Mit diesen Worten wurde am 22. Januar 2007 auf der bandeigenen Homepag...

Streifzüge 39/2007 von Maria Wölflingseder "Ein Aufatmen geht durch die bürgerliche Mitte, und auch die Gebildeten unter den Verächtern können es nicht mehr leugnen: Die totgesagte Religion ist ins Bewusstsein zurückgekehrt..." So beginnt Thomas Assheuer seinen Leitartikel in der ZEIT vom 8. Februar 2007 anlässlich der anlaufenden Serie "Was soll ich glauben? " über "Fluch und Segen der Weltrel...

Streifzüge 39/2007 2000 Zeichen abwärts von Christoph Wendler Dieser Tage zeigt sich einmal mehr das "Elend im Studentenmilieu", gegen das schon die Situationistische Internationale zu einer Zeit polemisiert hat, als eine andere Welt greifbar schien, nämlich kurz vor der 68er-Bewegung. Damals wie heute trifft ihre Analyse, die das Dilemma der StudentInnenschaft vor Augen führt, ins Schwarze: "W...

Aneignungskonflikte

Zu „Das Lebensmittel“ von Wolf Lotter in brand eins 03/06

Streifzüge 39/2007 von Lorenz Glatz Interesse an dem Buch hatte Andreas Exner in der Redaktion noch vorm Erscheinen mit seinem Bericht vom Workshop "Prozesse der Selbstorganisation-gemeinsame Selbstversorgung" der "Stiftung Fraueninitiative" (www. stiftung-fraueninitiative. de) im Herbst 2005 geweckt. Auf den Beiträgen dieser Tagung beruhen nämlich dreizehn der siebzehn Texte im Buch. (Der von ...

Streifzüge 39/2007 KOLUMNE Unumgänglich von Franz Schandl Dass der Westen alles darf, ist völlig unhinterfragt. Diskutiert wird bloß, ob er es soll. Militärisches Eingreifen (mit und ohne UNO-Beschlüssen) geht in Ordnung, ist allgemeines Credo, es fragt sich nur, ob es im Augenblick opportun ist. Dass diese Arroganz in den Metropolen gar nicht einmal mehr auffällt, spricht Bände. Alleine die Se...

Nicht nur im Nahen Osten, aber vor allem dort