„Wir protestieren nicht, darüber sind wir hinaus. Wir möchten nicht
Demokratie und Politik neu erfinden. Wir kämpfen nicht für Gleichheit
und Gerechtigkeit und wir berufen uns auf keinen freien Willen.
Wir stehen für die restlose Entwertung der Werte, für den Bruch mit dem
Repertoire der Hörigen, die gemeinhin Bürger genannt werden.“

Aktuelles

Unsere letzten 4 Beiträge

Eine Kurzbiographie von Ilse Bindseil

Als die Linke den Feminismus entdeckte, war ich noch mit dem Marxismus zugange, oder sagen wir lieber: mit Freud. Später war ich auf den Holocaust fixiert. Ich kann sagen, durch ihn bin ich nicht zum Kolonialismus gekommen.

Auf Spurensuche in bosnischen und mediterranen Gefilden

„Die wahre Macht Europas fußt auf der unbesiegbaren Vielzahl der Welten, die Europa bilden und die ihrerseits aus der Vielzahl europäischer Sprachen hervorgehen. Jede Sprache ist eine vollständige, vollkommene Welt, die sich von allen anderen Welten unterscheidet. Die Stärke Europas ist die Übersetzung. Die Stärke Europas ist die Möglichkeit, das zu verstehen, was sich nicht übersetzen lässt.“

Über Nahes und Fernes. Über Reise, Distanz, Transparenz

Der kosmopolitische Weltbürger, war der nicht immer unser Ziel? Überall sein zu können, wo es hindrängt. Es gilt die Menschen von ihren Herkunftsorten zu lösen, sie als Nomaden wie Monaden zu formatieren. Den Stürmen, Schüben, Moden, ist zu folgen. „Freizügigkeit“ nennt sich mitunter diese neuzeitliche Erscheinung. Menschen, nunmehr von ihrer Scholle befreit, haben fortan die ständige Mobilisierung der Märkte zu vollziehen. Ihr Mobilisierungsbedürfnis gehorcht dem Mobilisierungsbedarf des Kapitals. Alles soll Teil und Moment des kommerziellen Universums werden.

Es gibt Wörter, deren Wirkung sich nicht darin erschöpft, ausgesprochen zu werden. Sie stiften Wahrheiten und modellieren Wirklichkeiten. Das Wort „Arbeitslosigkeit“ war für die österreichische Sozialdemokratie der 1930er Jahre eines davon.

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