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Enderwitz, Ulrich

Ulrich Enderwitz, geb. 1942, studierte Religionswissenschaft, lebt in der Nähe von Berlin, sitzt an einer siebenbändigen Studie mit dem Titel „Reichtum und Religion“, von der mittlerweile sechs Bände erschienen sind, hat darüber hinaus eine Reihe von zeit- und gesellschaftskritischen Traktaten zu den Themen Geschichtswissenschaft, Studentenbewegung, Reklame, Medien, Antisemitismus, bürgerliche Theoriegeschichte, Geschlechterverhältnis, Terrorismus und Ideologie veröffentlicht; seine Schriften sind zum größeren Teil auf www.reichtum-und-religion.de einzusehen.

Verfasste Beiträge

Chronologisch sortiert

    Über den schwierigen Umgang mit faschistischem „Gedankengut“ von Ulrich Enderwitz Bezugspunkt der folgenden Überlegungen ist ein mit „Lob des Zinses“ überschriebener kurzer Artikel von Gerhard Scheit, der in der Jungle World vom 10. Dezember 2009 erschien. Vor einiger Zeit habe ich in einem Offenen Brief die so genannten Antideutschen der „negativen Deutschtümelei“ geziehen. Jetzt scheint mir, ...

    Streifzüge 46/2009 von Ulrich Enderwitz Dank sei Buddha, Dank sei Brahma! Wenn nicht Butter, nun dann Rama, Wenn nicht Rama, nun dann Butter, die Natur ist unsere Mutter. I Dieser von Christa Reinig mit Ranküne ersonnene „kultische Spruch“ bescheidet sich nicht damit, „ein schönes Zeugnis ... von der religiösen Toleranz der alten Inder (zu geben)“, er belegt darüber hinaus höchst anschaulich di...

    Streifzüge 45/2009 von Ulrich Enderwitz Als ein Geschöpf sich arbeitsteilig reproduzierender Gesellschaften dient formell oder aus Sicht derer, die er versorgt,der Markt der Distribution von Gütern und der Befriedigung der auf diese Güter gerichteten Bedürfnisse. Reell hingegen oder in der Perspektive derer, die ihn betreiben, bezweckt der Markt die Produktion von Gütern um des in ihnen verkörp...

    Politik von Ulrich Enderwitz Streifzüge 40/2007 Mummenschanz, den das demokratische Staatswesen treibt, um gegen die als Sachzwang erscheinende objektive Fatalität des Kapitalverhältnisses, der der gesellschaftliche Prozess gehorcht, einen Anschein von menschlicher Willensfreiheit, von subjektiver Entscheidungsfindung aufrecht zu erhalten. Unbeschadet der offensichtlichen ökonomischen Zwänge, d...

    Streifzüge 39/2007 von Ulrich Enderwitz Um aber auf den Antisemitismus in seinen beiden Spielarten des deutschen und des arabischen Hasses auf die Juden und auf unsere Ausgangsfrage nach der Identität, die beide eint, oder vielmehr der Differenz, die sie trennt, zurückzukommen, so hat unsere nähere Betrachtung der arabischen Version in ihrer Entwicklung vom nationalistischen Antizionismus bis z...

    Sphäre und Zeichen

    Streifzüge 37/2006 Von Ulrich Enderwitz Mit der Aufgabe betraut, einer durch das Warenangebot des kapitalistischen Markts bis zur Lähmung quantitativ überwältigten und bis zur Zerrüttung qualitativ überforderten Bedürfnisstruktur seelischen Beistand zu leisten und therapeutische Pflege zuteil werden zu lassen, findet sich das reklamesprachliche Tun der Warenbesitzer in das abgrundtiefe Dilemma ...