Schlagwort: Engster; Hermann

Alle Beiträge dieser Kategorie

Chronologisch

    Politiker/innen der in deutschen Parlamenten vertretenen Rechten beschwören die Gefahr der „Umvolkung“ Deutschlands, mit „Kopftuchmädchen“ und „Messermännern“ als Vorhut einer vermeintlich drohenden „Islamisierung“ gleich des gesamten Abendlands.

    Zu Shakespeares Kaufmann von Venedig

    Außer dem Hamlet hat kein Stück von Shakespeare so vielfältige und einander widersprechende Interpretationen hervorgerufen wie sein Kaufmann von Venedig, ein Stück, bei dem der Streit der unterschiedlichen Deutungen sich zur Frage zuspitzt, ob das Stück eine Komödie, eine Tragikomödie oder eine Tragödie sei. Und auf die Figur des jüdischen Geldverleihers Shylock bezogen: Ist dieser ein dämonischer Bösewicht, ein komischer betrogener Betrüger oder eine mitleiderregende tragische Figur?

    Ein Kinderpalaver über Brechts Kindergedichte

    Das Problem: Ich wollte herausfinden, ob Brechts Kindergedichte auch in der Schulpraxis funktionieren.
    Die Versuchsanordnung: drei Grundschulen in Göttingen, vier vierte Klassen an jeweiligen Terminen, Buben und Mädchen im Alter von neun bis zehn Jahren.

    Überlegungen zu einer Allegorie in Henrik Ibsens Drama Peer Gynt

    Henrik Ibsens Drama Peer Gynt, ursprünglich ein dramatisches Gedicht nach der Vorlage norwegischer Märchen, dann umgearbeitet zu einem Bühnenstück und uraufgeführt 1876 in Kristiania (heute Oslo) – dieser Peer Gynt wird gern als der „nordische Faust“ bezeichnet, und in der Tat sind die Parallelen unabweisbar.

    Zu Heines Gedicht „Die Lore-Ley“

    Im Jahr 1848 beschreiben Marx und Engels in ihrem Manifest der Kommunistischen Partei die grundstürzenden Veränderungen, die in Deutschland und Westeuropa mit dem Siegeszug des Kapitalismus und der Herrschaft der Bourgeoisie einhergegangen sind.

    Brecht hat das Gedicht Die Seeräuberjenny 1926 geschrieben, im selben Zeitraum wie die Ballade Von der Kindesmörderin Marie Farrar, einer als Dienstmädchen schuftenden jungen Frau, die ihre (ungewollte) Schwangerschaft geheim hält (denn ein schwangeres Dienstmädchen wird auf die Straße geworfen) und dann aus Verzweiflung ihr Neugeborenes umbringt

    Ein Gedicht für gestern und heute

    Es gibt zwei Sorten Ratten:
    Die hungrigen und satten.
    Die satten bleiben vergnügt zu Haus,
    Die hungrigen aber wandern aus.

    Heinrich Heine gilt nach landläufiger Meinung als der romantische Dichter überhaupt. Das ist zu einem kleinen Teil richtig, zu einem größeren aber falsch. Er hat in der Tat einige höchst romantische Gedichte geschrieben, wie z.B. das rätselhafte Der Tod, das ist die kühle Nacht, er beherrscht virtuos das romantisch-poetische Repertoire und ist ein brillanter Reimkünstler, der es fertigbringt, Teetisch auf ästhetisch zu reimen: Sie saßen und tranken am Teetisch, / Und sprachen von Liebe viel. / Die Herren waren ästhetisch, / Die Damen von zartem Gefühl. In strengen Sinn „romantischer“ als Heine sind hingegen andere, wie z.B. Wackenroder, Novalis, Brentano, Eichendorff.

    Goethe und Marx. Allegorien der Warenform im Faust II

    Dieser Artikel will eine Erkenntnis wieder ins Bewusstsein rufen, der die Zeit, zu der sie formuliert wurde, nicht günstig war. Es handelt sich um eine Deutung des zweiten Teils von Goethes Faust durch den Germanisten Heinz Schlaffer. Schlaffer ist einer der Scharfsinnigsten seines Fachs und hat im Jahr 1981 im Verlag Metzler ein Buch mit dem Titel veröffentlicht: Faust Zweiter Teil. Die Allegorie des 19. Jahrhunderts.

    Zwei Leserbriefe zu "Marx, Neo und ich" von Nikolaus Piper, Süddeutsche Zeitung vom 28. Juli 2015 In der Folge veröffentlichen wir hier exemplarisch zwei Statements unserer Autoren Peter Klein und Hermann Engster zu einerRezension Nikolaus Pipers betreffend das neue Buch von Yanis Varoufakis von Peter Klein Man muss die Argumentation des Herrn Varoufakis, zumal wo sie sich antikapitalistisch gi...