Schlagwort: Streifzüge 2020-79

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Chronologisch

    Wie ein Virus das Absurde sichtbar werden lässt

    Marx sagt in einem seiner Briefe mit der üblichen Prägnanz: „Daß jede Nation verrecken würde, die, ich will nicht sagen für ein Jahr, sondern für ein paar Wochen die Arbeit einstellte, weiß jedes Kind.“ (MEW 32, S. 552) Das ist soweit durchaus richtig.

    Solidarische Landwirtschaft geht keineswegs immer glatt, sondern ist ein mitunter schwieriger Verlernprozess des Alten und einer des Lernens und Entwickelns neuer Möglichkeiten und Umgangsformen. „Gutes Essen für alle“ heißt das Ziel in der Europäischen Deklaration der SoLawis. Das ist beträchtlich anders als „Gutes Essen für den, der zahlen kann“. Und erst recht, wenn eins dieses Ziel sinngemäß von Basics wie dem Essen auf anderes für ein gutes Leben Brauchbare ausdehnen will. Aber die tiefe Krise unserer Lebensweise kann auch inspirieren.

    Versuch gegen den „Wirklichkeitsschwund“

    Mehrere Anläufe, mich – schreibend – des Stimmengewirrs, das mich in „Corona-Zeiten“ von morgens bis abends umrauscht, zu erwehren, sind rasch zum Erliegen gekommen, weil sie dem beinah stündlichen Schwanken meiner Stimmungen und der entmutigenden Flüchtigkeit „gültiger“ Einsichten nicht standhielten.

    Die Zukunft muss warten. Noch scheint alles im Bann der Pandemie, auch die Texte in diesem Heft kreisen vielfach um das Virus. Mehr als ein mögliches Morgen zeichnen sie die Gegenwart.