• Andreas Exner: Markt und Kapital. Die Unzertrennlichen und ihre Motschgerer • Erich Ribolits: Grundeinkommen – Bedingung der Möglichkeit von Bildung? • Franz Schandl: Vom Verkaufen. Notizen zum gesellschaftlichen Stoffwechsel – Teil 2 • Andreas Exner: Reform oder Raiffeisen? Fragen zur Solidarischen Ökonomie • Ulrich Enderwitz: Kommunikation und Konsum • Maria Wölflingseder: „Das gute Leben“. Über Fred Wanders Erinnerungen und die Bedeutung des Erzählens • Kolumnen: Dead Men Working Maria Wölflingseder: Vollbeschäftigtes Irrenhaus – Rückkopplungen von Roger Behrens: Lenin – Immaterial World von Stefan Meretz: Make Copyright History – Unumgänglich von Franz Schandl: Der Leistungsträger • 2000 Zeichen abwärts: Maria Wölflingseder, Akustisches Nervensägen – Maria Wölflingseder, Just do it! Österreich weiß, wie’s geht – Franz Schandl: Äthiopische Decken – Christoph Wendler: Krieg der Engel

Artikel aus dem Heft

Die Unzertrennlichen und ihre Motschgerer

Notizen zum gesellschaftlichen Stoffwechsel – Teil 2

Streifzüge 38/2006 KOLUMNE Dead Men Working von Maria Wölflingseder Heuer, im österreichischen Wahljahr, hat die Regierung eine Menge Geld locker gemacht - das AMS-Budget wurde um ein Drittel erhöht -, um die Arbeitslosen noch erfolgreicher aus der Statistik zu entfernen. Gemeinnützige Personalüberlasser sind die neuen Wundertäter. Arbeitslose verwandeln sich in ihren Händen auch ohne Job in Be...

Revolutionärer Charakter von Bildung wurde neutralisiert

Der Papa wird’s nicht richten

Streifzüge 38/2006 2000 Zeichen abwärts von Franz Schandl Da ersteht man im Juni 1992 zwei Decken in Addis Abeba und dann das: strapazfähig, anschüttbar, kinderfest, sonnenresistent. Auch nach 14 Jahren Gänsehäufel halten deren Maschen dicht, will deren Benutzbarkeit nicht enden. Natürlich, auch diese Decken sind nicht mehr wert als der Lebensunterhalt für die, die sie hergestellten haben. Werd...

Streifzüge 38/2006 2000 Zeichen abwärts von Christoph Wendler Der größte Rüstungskonzern Europas (BAE Systems) ließ vor kurzem mit dem Postulat aufhorchen, er plane auf lange Sicht alle gefährlichen Komponenten, "die der Umwelt schaden und ein Risiko für den Menschen sind", aus seiner Produktpalette zu entfernen. Eine an Zynismus schier unübertreffbare Aussage! Dass im Kapitalismus der Krieg ei...

Streifzüge 38/2006 KOLUMNE Immaterial World von Stefan Meretz Die globale Bewegung zur Befreiung digitaler Güter weitet sich aus. Was mit der Befreiung der Software begann, ist inzwischen zu einer Freien Kulturbewegung geworden. Das große "F" im Adjektiv "Frei" verweist auf die "vier Freiheiten" der Freien Software, die für den Bereich digitaler Kulturgüter adaptiert wurden: die freie Nutzung z...

Sphäre und Zeichen

Streifzüge 38/2006 2000 Zeichen abwärts von Maria Wölglingseder Unlängst antworteten im Radio eine Sängerin und ein Sänger, beide ältere Semester, auf die Frage, was für sie missliebige Musik sei: Wenn aus einem Auto mit offenen Fenstern Popmusik mit unerträglichen Bässen dröhnt. Die Glücklichen, wenn sie nur damit gelegentlich behelligt werden! Sie sind nicht von drei Wohnungen umgeben, aus de...

Streifzüge 38/2006 KOLUMNE Rückkopplungen von Roger Behrens , Porsche, Genscher, Hallo HSV' hieß 1987 das erste Album von den Goldenen Zitronen; auf dem Cover sind skandierende, grölende Punks zu sehen, die an einer Absperrung stehen und drei Plakate halten, auf denen die Worte "Porsche", "Genscher" und eben "Hallo HSV" zu lesen sind. Mit , Für immer Punk', gesungen auf die Melodie des damalige...

Über Fred Wanders Erinnerungen und die Bedeutung des Erzählens

Streifzüge 38/2006 KOLUMNE Unumgänglich von Franz Schandl Die Funktion des Journalismus in unserer Gesellschaft besteht darin, die öffentlichen Vorurteile stets aufs Neue zu bestätigen. Beständig hilft die Journaille den Menschen, ihr falsches Bewusstsein zu reproduzieren. Medien sind konstitutionelle Stützen, die Subjekte vor essenziellen Abweichungen bewahren. Jene gleichen einem Immunsystem ...

Streifzüge 38/2006 2000 Zeichen abwärts von Maria Wölflingseder Ein weißes Plakat, auf dem ein durchgestrichenes "Hätti-wari" (für unsere norddeutschen LeserInnen: "Hätt' ich - wär' ich") steht und durch ein "habi gmacht" ersetzt wurde. "Hätti-wari" tönte auch auf allen Radiosendern, flimmerte auf allen Fernsehstationen. Das Austrian Chapter der International Advertising Association (IAA) macht...