Responsive image

Samol, Peter

Peter Samol, geb. 1963, lebt in der kleinen ostwestfälischen Kreisstadt Herford. Studium der Philosophie und der Soziologie in Marburg, Promotion in Jena. Nach jahrelanger unbefriedigender Auseinandersetzung mit Theorien der Gerechtigkeit bei der Wertkritik angelangt. Heute freier Journalist und „hauptberuflicher“ Vater eines Sohnes.

Verfasste Beiträge

Chronologisch sortiert

    Es war die schnellste Grundgesetzänderung aller Zeiten. Am 1. Juni 2017 hat in Deutschland die große Koalition aus CDU und SPD mit ihrer zweidrittel Stimmenmehrheit insgesamt 13 Grundgesetzänderungen und eine große Reihe einfacher Gesetzesänderungen beschlossen.

    Am 11. April diesen Jahres wurde in Dortmund ein Bombenanschlag auf den vollbesetzten Mannschaftsbus des Bundesligavereins Borussia Dortmund (BVB) verübt. Drei mit Metallstücken versehene Sprengsätze, die vor dem Hotel der Spieler deponiert waren, explodierten, kurz nachdem sämtliche Mannschaftsmitglieder ihre Plätze eingenommen hatten.

    Für hart arbeitende Menschen, die sich an die Regeln halten

    Die SPD und ihre Anhänger sehen in Martin Schulz den großen Hoffnungsträger. Doch die Änderungen der Agenda 2010, die der Kanzlerkandidat fordert, dienen lediglich der Bewahrung des Leistungsprinzips.

    von Peter Samol Was die gegenwärtige Krise mit dem Marx’schen „Gesetz vom tendenziellen Fall der Profitrate“ zu tun hat und warum man ihr nicht richtig begegnen kann, solange man sie nicht als fundamentale Krise des Kapitals begreift Welchen Charakter hat die momentane Wirtschaftskrise, die mittlerweile in ihr fünftes Jahr geht? Handelt es sich lediglich um einen außergewöhnlich starken Ausschl...

    von Peter Samol In der heutigen Arbeitswelt wachsen ständig die Anforderungen. Und obwohl die Menschen bereits ungeheuer viel arbeiten, wird ihnen immer noch mehr Leistung abverlangt. Das hat seinen Grund im Prozess der unendlichen, selbstzweckhaften Wertschöpfung, in welcher Menschen ihre Existenzberechtigung nur durch Arbeit erhalten. Zugleich werden sie jedoch immer mehr durch den Einsatz vo...

    Krankenhäuser werden auf Rentabilität getrimmt – mit lebensgefährlichen Folgen Streifzüge 55/2012 von Peter Samol Seit 1977 reißt in Deutschland die Kette der „Gesundheitsreformen“ nicht ab. Anlass ist jedes Mal die Senkung der so genannten Lohnnebenkosten. Der Löwenanteil des Gesundheitssystems wird nämlich durch Krankenversicherungsbeiträge finanziert, die auf der Grundlage gesetzlich festgel...

    Doping am Arbeitsplatz dürfte langsam aber sicher zum Normalfall werden Streifzüge 53 / Herbst 2011 von Peter Samol  Um in der Arbeitsgesellschaft als vollwertiges Mitglied zu gelten, genügt es für gewöhnlich nicht, eine Arbeit zu haben. Man muss darüber hinaus auch ein gewisses Maß an Leistung vorweisen. Meistens ein sehr hohes. Sonst drohen Anerkennungsverlust, Druck von Seiten der Kollegen b...

    Streifzüge 50/2010 von Peter Samol Maria Wölflingseder hat mich gebeten, in dieser Ausgabe den Text für ihre Kolumne zu schreiben. Dazu gekommen ist es, weil ich auf einen Roman gestoßen bin, der die Erfahrungen mit sogenannten „arbeitsfördernden Maßnahmen“, wie sie Maria häufig an dieser Stelle beschreibt, zum Thema hat. Das Buch stammt aus dem Jahr 2006 und trägt den Titel „Schule der Arbeits...

    von Peter Samol Die aktuelle Debatte über einen drohenden Fachkräftemangel ist nicht neu. Trotzdem ändert sich seit Jahren nichts am eigentlichen Problem. Angesichts der Kostensenkungslogik des globalisierten Kapitalismus dürfte es sich eher noch weiter verschlimmern. In Sachen Erholung von der Wirtschaftskrise ist Deutschland ein Musterknabe. Allerdings wird diese Erholung nahezu ausschließlic...

    Von der Unterschiedslosigkeit der Parteien Streifzüge 49/2010 von Peter Samol Angeblich werden in Demokratien durch Wahlen wesentliche Fragen der Gesellschaftsordnung frei bestimmt. Aber zur Wahl stehen ausschließlich Personen und Parteien. Die gesellschaftlichen Grundstrukturen, die ihrerseits wesentlich ökonomisch bestimmt sind, stehen dagegen nicht zur Disposition. Obendrein sieht sich das p...

    Warum Dienstleistungen als tragender Wirtschaftszweig nicht in Frage kommen Streifzüge 45/2009 von Peter Samol Die Krise ist noch gar nicht richtig eingetreten, da wird bereits bekundet, ihr Ende sei in Sicht. So äußerte etwa der gerade zurückgetretene deutsche Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) kurz vor seinem Ausscheiden, es stünde zwar ein heftiger, aber nur kurzer Abschwung bevor und de...

    Streifzüge 45/2009 von Peter Samol Im Kern besteht eine Finanzblase darin, dass angelegtes Geld scheinbar in Vermögenswerten anwächst, während es faktisch in den Warenkonsum geht. Der wiederum führt zu Investitionen und Beschäftigung und hält so den maroden Kapitalismus einige Jahre am Halbleben. Dass dabei das angelegte Geld verbraucht wird, ist leider ein unvermeidlicher Nebeneffekt. Daher is...

    In den USA fährt die Autoindustrie vor die Wand. Gleichzeitig schmiert die Weltwirtschaft weiter ab.

    Das „Konjunkturpaket“ der Bundesregierung wird die Krise nicht einmal spürbar verzögern können.“

    Verdi verliert immer mehr Mitglieder an Kleine Gewerkschaften, die sich vor allem um ihre eigenen Belange kümmern. Und jetzt droht auch noch der nächste Abschwung.

    Ein Vollbeschäftigungswunder wird es in absehbarer Zeit in Deutschland nicht geben.

    Zur „Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit qua richtiger Wirtschaftspolitik“

    Bei der Finanzkrise ist kein Ende in Sicht. Die Realwirtschaft und als bombensicher geltende Staatsanleihen sind bereits betroffen. Wie schwarz ist die Zukunft? von Peter Samol Die US-Hypothekenkrise ist noch lange nicht ausgestanden. Ende Januar waren es die so genannten Monoliner, spezielle börsennotierte Versicherungen für Wertpapiere, die für drastische Kursstürze an den Finanzmärkten in al...

    Streifzüge 42/2008 2000 Zeichen abwärts von Peter Samol Immer mehr Dinge des täglichen Lebens werden nur noch denen gewährt, die dafür bezahlen. Ein neuer exemplarischer Fall ist seit kurzem in der 9000-Seelen-Gemeinde Dörentrup im lippischen Bergland (Nordrhein-Westfalen) zu verzeichnen. Seit einiger Zeit wird dort aufgrund von städtischen Finanznöten jeden Abend um 22: 30 die Straßenbeleuchtu...

    Streifzüge 42/2008 2000 Zeichen abwärts von Peter Samol Es soll ja wirklich Menschen mit der Auffassung geben, Armut fange erst mit dem Hunger an. Aber selbst solche müssen inzwischen der Aussage zustimmen, dass in Deutschland die Armut um sich greift. Seitdem im Januar 2005 die Hartz-IV-Gesetze in Kraft getreten sind, können Lehrer immer häufiger von hungrigen Kindern im Unterricht erzählen. S...