Ob etwas ein Skandal wird oder nicht, entscheidet sich am medialen Nutzen. Aufdecken ist inzwischen zum medialen Porno geworden. Auch die Ausbildung der Youngsters ist ganz darauf programmiert. Stierln statt denken ist angesagt. Ein Grundproblem bürgerlicher Medien ist, dass die Welt an Skandalen abgehandelt wird und nicht die Welt als Skandal. Skandal, Affäre, Korruption inszenieren Systemmedien vielmehr als Abweichungen, die inkriminierten Handlungen werden als wider die Logik bürgerlicher Werte behauptet.
Nachdem der absolut renommierte und reputierte Soziologe Alexander Bogner nun vor einigen Tagen mit dem Preis für Wissenschaftsfreiheit des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit ausgezeichnet wurde, wollen wir nach der Laudatio von Konrad Paul Liessmann auch unsere etwa weniger schmeichelhafte Einschätzung dieser Koryphäe der Wissenschaft anlässlich seiner viel gelobten Aufarbeitung zur Corona-Pandemie in Erinnerung rufen.
Eine „verkehrte Welt“, nennt Marx die Gesellschaft der warenförmigen Moderne. Dichter, noch fern aller gesellschaftstheoretischen Durchdringung, aber mit Sensibilität für die Veränderungen in der Gesellschaft stehen ihm nicht nach.
Sobald die Logik des Systems einmal außer Kraft gesetzt ist – und das ist mit den systeminduzierten Automatisierungstendenzen innerhalb der Sphäre der Produktion sowie, neuerdings, auch innerhalb der Sphäre der Konsumtion durchaus der Fall -, kann es ein rationales Agieren im Rahmen des Systems gar nicht mehr geben. Wenn die Maschinerie durcheinandergerät, wenn die Systemzusammenhänge auseinanderbrechen, wenn das „Regelwerk“ auf den Kopf gestellt ist, wenn das Konsequens somit aus dem Antezedens nicht mehr hervorgeht, dann sind Strategien, die aus der Funktionsweise des bürgerlichen Systems, wie sie bisher gegeben war, abgeleitet sind, offenbar gegenstandslos, und es kann nur mehr ein ad-hoc-Verhalten geben: ein volatiles, spontanes, und daher in der Tendenz irrationales und absurdes Agieren. Denn dann ist es ohnedies schon egal, was ins Werk gesetzt wird. Und das haben wir jetzt vor unseren Augen.
¿Hay alguna razón para escribir otro ensayo sobre Donald Trump? Si estuviéramos medianamente satisfechos con lo dicho, en realidad no. Sin embargo, no es así. Entonces, ¿por qué millones de personas siguen fascinadas con sus apariciones y con sus salidas; están muy entusiasmadas o profundamente consternadas?
Betrachtet man die Technologien der Menschheit historisch, so ist es bis jetzt immer darum gegangen, durch das Dazwischenschieben von Artefakten der verschiedensten Art zwischen Hand und Werkgegenstand, durch den Einsatz von selbst wieder fabrizierten Instrumenten im Arbeitsprozess, den Wirkungskreis der manuellen Tätigkeiten immer mehr auszuweiten.
Das Epstein-Netzwerk: Zwar für sich genommen ein eigenes Netzwerk; andererseits völlig integriert und aufgegangen in die real existierende „Macht- und Wirtschaftselite“ der politökonomischen Konkurrenzhierarchie mit dem Staat und seinen „politischen Entscheidungs- und Verantwortungsträgern“ als dem entscheidenden Subjekt, in dem „die Mittel der Information und der Macht zentralisiert sind.“ (C.Wright Mills)
Träte der ideelle Gesamtkapitalist ans Rednerpult, so riefe er über die Politschausteller der sich selbst „Wirtschaftskompetenz“ pampig zuschreibenden ÖVP wohl aus, dass sie nicht wüssten, was sie tun.
Worte steigen auf und Worte steigen ab. Gelegentlich steigen sie auch um, verlassen ihren Rayon, ufern aus, erhalten neue Bedeutungen. Gelegentlich vollziehen sie wahrhaft monströse, ja abwegige Verwandlungen.
Wie sich Antisemitismus heute zeigt und welche Verantwortung Hochschulen in Forschung, Lehre und akademischer Kultur tragen, waren die Fragestellungen des Workshops „Antisemitismus und Universität“, der im Dezember 2025 an der Bauhaus-Universität Weimar stattfand.