Jahr: 2022

Alle Beiträge dieser Kategorie

Chronologisch

    Im Schein fundamentaler Konfrontation zelebriert die Politik ihr klägliches Scheitern

    Was Deutschland mit der AfD bevorsteht, das hat Österreich mit der FPÖ schon hinter sich, in sich und auch wiederum vor sich. Die neue Normalität sieht so aus.

    Die Zeiten, als Ivan Illich zu Beginn der 1970er Jahre mit seiner radikalen Kritik weltweit an den Universitäten für Aufruhr sorgte, sind lange vorbei. Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich seit damals zwar rasant in eine noch viel bedenklichere Richtung entwickelt, aber die Infragestellung unseres Systems mit seiner tödlichen Logik ist verflogen.

    Emma Herwegh – Amazone der Freiheit

    Es gibt Stunden, Tage, wo ich alles hingeben möchte, ein Mann zu sein. Alles, damit ich so auftreten könnte, wie’s die innere Stimme mich heischt und der Frauenrock mir verbietet.

    Eine Kurzbiographie von Ilse Bindseil

    Als die Linke den Feminismus entdeckte, war ich noch mit dem Marxismus zugange, oder sagen wir lieber: mit Freud. Später war ich auf den Holocaust fixiert. Ich kann sagen, durch ihn bin ich nicht zum Kolonialismus gekommen.

    Auf Spurensuche in bosnischen und mediterranen Gefilden

    „Die wahre Macht Europas fußt auf der unbesiegbaren Vielzahl der Welten, die Europa bilden und die ihrerseits aus der Vielzahl europäischer Sprachen hervorgehen. Jede Sprache ist eine vollständige, vollkommene Welt, die sich von allen anderen Welten unterscheidet. Die Stärke Europas ist die Übersetzung. Die Stärke Europas ist die Möglichkeit, das zu verstehen, was sich nicht übersetzen lässt.“

    Über Nahes und Fernes. Über Reise, Distanz, Transparenz

    Der kosmopolitische Weltbürger, war der nicht immer unser Ziel? Überall sein zu können, wo es hindrängt. Es gilt die Menschen von ihren Herkunftsorten zu lösen, sie als Nomaden wie Monaden zu formatieren. Den Stürmen, Schüben, Moden, ist zu folgen. „Freizügigkeit“ nennt sich mitunter diese neuzeitliche Erscheinung. Menschen, nunmehr von ihrer Scholle befreit, haben fortan die ständige Mobilisierung der Märkte zu vollziehen. Ihr Mobilisierungsbedürfnis gehorcht dem Mobilisierungsbedarf des Kapitals. Alles soll Teil und Moment des kommerziellen Universums werden.

    Es gibt Wörter, deren Wirkung sich nicht darin erschöpft, ausgesprochen zu werden. Sie stiften Wahrheiten und modellieren Wirklichkeiten. Das Wort „Arbeitslosigkeit“ war für die österreichische Sozialdemokratie der 1930er Jahre eines davon.

    Notizen zur Sozialkritik

    Vergessen wir nicht, der Sozialstaat war stets eine Notlösung. Anstatt von der Not zu erlösen, hat er sie bearbeitet und verwaltet. Vergessen wir auch nicht, dass sein Medium immer Geld gewesen ist. Wenn es sich nun finanziell nicht mehr ausgeht, ist der Sparstift unvermeidbar und angesagt. Ritualisiertes Opfern steht auf der Tagesordnung.

    Reflexionen aus der gesellschaftlichen Praxis

    Es war das Jahr 1982, als ich zum ersten Mal die Pforte der Hohenstaufengasse 2 durchschritt. Freunde hatten mich mitgenommen. Unzählige Male habe ich bis zuletzt dieses Haus betreten. Doch die damalige Situation ist heute unvorstellbar.

    Ein Plus von 19.400.000 Stunden. Im Vergleich zu 2024 haben die Österreicherinnen und Österreicher im Vorjahr mehr gearbeitet und auch davor war es jeweils mehr als in den Jahren davor. Das Gesamtarbeitsvolumen steigt und steigt.