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Chronologisch

    Kernideen der Demonetarisierung

    Die Zielperspektive der Demonetarisierung besteht darin, uns von Geldverhältnissen
    zu befreien: Für eine bessere Gesellschaft sind der Markt und das
    Kaufen und Verkaufen erheblich einzuschränken und schließlich abzuschaffen.
    Dies ist nur möglich durch bewusste und partizipative Formen der Kooperation.

    Komprimiertes Referat auf dem Kongress Solidarische Ökonomie, Februar 2013

    Der Großteil der wirtschaftlichen Tätigkeit hat mit Produktion und Dienstleistung nichts zu tun, er folgt ausschließlich geschäftlichen = monetären Erfordernissen. Der Großteil der Arbeit gehorcht nicht nur der Geldreligion, er gehört selbst dem Religionsdienst an.

    Dass die Dinge in Waren- und Geldgesellschaften einen doppelten Charakter annehmen, durch den die vermeintliche Rationalität in pure Irrationalität umschlägt, ist für die meisten Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler*Innen ebenso wie für die politischen Entscheidungsträger*Innen nicht vorstellbar. Ihnen gilt gerade der eingeschränkte Blick, den sie auf die Welt werfen, als besonders menschenfreundlich.

    Wir müssen das agrarpolitische Desaster auf den Äckern tagtäglich mitansehen. Mit Entmonetarisierung als Perspektive dagegen meine ich in diesem Beitrag, die landwirtschaftliche Produktion unabhängiger von Geld und seiner Logik zu gestalten.

    Zwei hingeworfene Zahlen: 2.675,76 die eine, 2.176,04 die andere. Erstere summiert meine an VISA gezahlten Zinsen, zweitere meine an den Kritischen Kreis überwiesenen Mitgliedsbeiträge. Man glaubt es kaum, aber es ist tatsächlich so. Ich habe in den letzten 15 Jahren (1997–2011) „mein“ Kreditkartenunternehmen mehr gesponsert als meine Streifzüge. Ich muss schon ein Verrückter sein. Zweifellos. Auch wenn es nicht Absicht gewesen ist, ist es passiert und passiert noch, obwohl Aussicht besteht, dass heuer erstmals meine Mitgliedsbeiträge die VISA-Zinsen übertrumpfen. Ein Fortschritt. Mühsam erkämpft.

    In regelmäßigen Abständen verkünden Politiker*Innen jedweder Coleur, die Gesellschaft habe „über ihre Verhältnisse“ gelebt. Obwohl häufig gehört, macht diese Redewendung doch stutzig. Dass eine Gesellschaft in der Lage ist, „über ihre Verhältnisse“ zu leben, ist keineswegs selbstverständlich. Kein Mensch und keine Gesellschaft ist beispielsweise dazu fähig, in einem gegebenen Zeitraum mehr zu verbrauchen, als vorhanden ist.

    Das Schlagwort von der Demonetarisierung ist ein neuer, schillernder Begriff im emanzipatorischen Diskurs. So ist es nicht verwunderlich, wenn sich schnell Missverständnisse und Abgründe auftun. Einige von ihnen sollen hier diskutiert werden.

    Den ersten erinnerlichen Umgang damit hatte ich in zartem Kindesalter: Zwei Sumsi-Mitarbeiter nahmen die Entleerung eines jeden Büchslein vor und der jeweilige Auswurf am Tisch wurde allseits aufmerksam gemustert und taxiert. Da war es feierlich still. Dass ich nun hingeben musste, was doch als überaus wichtig galt, ging mir nur schwer ein. „Sparen“ heißt das, und irgendwann lernten wir die Lektion alle: Das Weniger heute ist das Mehr von morgen.

    von Junge Linke gegen Kapital und Nation Bitcoin (BTC) wurde von Satoshi Nakamoto im Jahr 2009 als eine neue elektronische oder besser virtuelle Währung vorgestellt, die ein Äquivalent zum Bargeld im Internet1 sein soll. Anstatt Kreditkarten oder Überweisungen zum Einkaufen im Netz zu benutzen, installiert man eine Software auf seinem Computer, den Bitcoin Client. Dieser erlaubt dann, unter ein...

    Streifzüge 54/2012 von Bernd Mullet Jahrhunderte lang haben Geld und Handel das gesellschaftliche Leben der Menschheit geprägt. Doch heute stehen diese beiden Dinge der weiteren Entwicklung dieser Spezies mehr den je im Weg, bewirken mehr Negatives als Positives. Eine Gesellschaft ohne diese beiden Elemente zu denken scheint selbst den revolutionärsten Kräften zu unrealistisch, zu radikal – ode...