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Chronologisch

    Demokratie ist immer ein bürgerliches Projekt gewesen, untrennbar verbunden mit dem Universum und vor allem auch dem Horizont von Wert und Kapital.

    Apokalypse als der Modus der Erwartung des sich in der Gegenwart aufbauenden Unheils, des Warnens davor, aber auch der Geilheit der Prophetie des Untergangs. Apokalypse als der Zug der apokalyptischen Reiter, der Stand der Zerstörung der Welt und der „Apokalypseblindheit“ der in der herrschenden Lebensweise befangenen Menschen; das Wegschauen und Weitermachen

    Generationen emanzipatorisch bewegter Menschen haben sich die Köpfe heiß geredet, ob die Reform der Revolution vorzuziehen sei oder umgekehrt. Die Konzepte von Reform und Revolution verkörpern zwei Pole der objektiven Herausforderungen gesellschaftlicher Transformation hin zu einer freien Gesellschaft.

    Unser Verhältnis zum Tier ist ambivalent geworden. Vorbei die Zeiten, wo diese hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt der Nutzung gesehen worden sind. Das ist gut so, doch damit werden die Probleme nicht weniger sondern mehr, vor allem auch weil der Sonderstatus der Menschen nicht mehr selbstverständlich ist.

    Fetisch. – Das meint nicht unbedingt zweckdienliche Accessoires. In der kapitalistischen Realität erscheinen die Dinge eigenwillig naturbegabt. Der Mensch hat nicht länger Macht über das Selbstgeschaffene, die Sache ist außer Kontrolle. Ein Verhältnis von Dingen beherrscht das gesellschaftliche Verhältnis der Menschen. Es wäre an der Zeit den Spuk zu beenden.

    Was uns da genau eingefallen ist, wissen wir inzwischen zwar auch nicht mehr so genau, doch genau in diese Richtungen muss es gegangen sein, zumindest schwärmerisch ungefähr: Möglich sind Texte über das Reisen und Fahren, das Laufen und Gehen, über Störungen des Bewegungsapparates, über bewegte und unbewegte Leben bis hin zu den Konfigurationen und Ausdünstungen sozialer Bewegungen.

    Auf die „innere Natur des Kapitals“ (Marx) wollen wir den Fokus richten. Via Konkurrenz setzt das Kapital seine Produktionsweise durch. Nicht Gesetzgeber, vielmehr Exekutor der marktwirtschaftlichen Produktion, treibt sie ökonomisches Wachstum und Effizienz voran.

    Den oft vernommenen Stimmen, die Zeiten werde härter, wir alle hätten über unsere Verhältnisse gelebt, ja wir werden den Gürtel enger schnallen müssen, begegnen wir also mit einer transformationslustigen Nummer.

    Auch wenn die Welt und die Menschen als real vorausgesetzt werden dürfen, hat man den Eindruck, dass allmächtige Fiktionen Denken, Fühlen und Handeln der Subjekte bestimmen. Dass falsches Bewusstsein und fehlgeleitete Emotion unseren Alltag beherrschen. Sind wir süchtig nach Schwachsinn? Und schwachsinnig vor Sucht?

    Es geht darum, diese affektiven Beziehungen unter Menschen sowohl in der Perspektive von Emanzipation, Befreiung und eines guten Lebens als auch in ihrer Bedeutung für das Funktionieren bzw. Aushalten des gegebenen Alltags auszuleuchten.