Autor: petra

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Chronologisch

    Über Nahes und Fernes. Über Reise, Distanz, Transparenz

    Der kosmopolitische Weltbürger, war der nicht immer unser Ziel? Überall sein zu können, wo es hindrängt. Es gilt die Menschen von ihren Herkunftsorten zu lösen, sie als Nomaden wie Monaden zu formatieren. Den Stürmen, Schüben, Moden, ist zu folgen. „Freizügigkeit“ nennt sich mitunter diese neuzeitliche Erscheinung. Menschen, nunmehr von ihrer Scholle befreit, haben fortan die ständige Mobilisierung der Märkte zu vollziehen. Ihr Mobilisierungsbedürfnis gehorcht dem Mobilisierungsbedarf des Kapitals. Alles soll Teil und Moment des kommerziellen Universums werden.

    Es gibt Wörter, deren Wirkung sich nicht darin erschöpft, ausgesprochen zu werden. Sie stiften Wahrheiten und modellieren Wirklichkeiten. Das Wort „Arbeitslosigkeit“ war für die österreichische Sozialdemokratie der 1930er Jahre eines davon.

    Notizen zur Sozialkritik

    Vergessen wir nicht, der Sozialstaat war stets eine Notlösung. Anstatt von der Not zu erlösen, hat er sie bearbeitet und verwaltet. Vergessen wir auch nicht, dass sein Medium immer Geld gewesen ist. Wenn es sich nun finanziell nicht mehr ausgeht, ist der Sparstift unvermeidbar und angesagt. Ritualisiertes Opfern steht auf der Tagesordnung.

    Reflexionen aus der gesellschaftlichen Praxis

    Es war das Jahr 1982, als ich zum ersten Mal die Pforte der Hohenstaufengasse 2 durchschritt. Freunde hatten mich mitgenommen. Unzählige Male habe ich bis zuletzt dieses Haus betreten. Doch die damalige Situation ist heute unvorstellbar.

    Ein Plus von 19.400.000 Stunden. Im Vergleich zu 2024 haben die Österreicherinnen und Österreicher im Vorjahr mehr gearbeitet und auch davor war es jeweils mehr als in den Jahren davor. Das Gesamtarbeitsvolumen steigt und steigt.

    Eindrücke eines Unbeteiligten

    Gleich vorweg: Ich boykottiere die WM und hoffe, standhaft zu bleiben. Der Grund dafür: zuerst einmal die FIFA.

    Rezension zu: Karl Banghard, Die wahre Geschichte der Germanen. Propyläen: Berlin 2025, 269 S.

    Aber wer waren diese Germanen eigentlich? Dieser Frage geht Karl Banghard in seinem Buch nach, das auf dem neusten Stand der Germanen-Forschung ist. Der Autor ist Prähistoriker, dazu Direktor des Archäologischen Freilichtmuseums im Teutoburger Wald.

    Die letzten fünf Krisen, nämlich Weltwirtschaft-, Corona-, Klima-, Inflations- und Energiekrise, haben ein historisches Fenster für die Rückabwicklung der applizierten sozialen Rechte, welche der Fordismus hinterlassen hat und auf denen der zeitgenössische Sozial- und Wohlfahrtsstaat beruht, eröffnet.

    Wir müssen schauen, dass das, was realistisch ist, nicht real wird, dafür aber das noch Unwirkliche wirklich! Deswegen machen wir auch alles Schlechte schlecht.

    Mit Beiträgen von Ilse Bindseil, Maria Wölflingseder, Barbara Eder, Nikolaus Dimmel, Hermann Engster, Franz Schandl, Petra Ziegler u.a.