Schlagwort: Klein; Peter

Alle Beiträge dieser Kategorie

Chronologisch

    Der demokratische Mainstream und die Verschwörungstheorien

    Seit Urzeiten ist den Menschen bewusst, dass die mit den fünf Sinnen zu erfassenden Phänomene, die ihnen in ihrer jeweiligen Lebenswelt begegnen, nicht das Ganze der Wirklichkeit sind, mit der sie zu rechnen haben. Jenseits der sichtbaren Welt gibt es eine unsichtbare Welt, die nur indirekt und mit einem gewissen Aufwand an Denken zu erschließen ist.

    Der „Erfolg“ setzt, um als solcher gelten zu können, Kriterien von allgemeiner Gültigkeit voraus. Er ist sozusagen messbar. Wer bei der Vier-Schanzen-Tournee ein paar Meter weiter gesprungen ist als der Rest des Feldes, wer eine definierte Wegstrecke zu Fuß oder im Rennwagen schneller bewältigt hat, steht als Sieger zweifelsfrei fest.

    Populismus und blinde Vergesellschaftung

    Offen ist die westliche Parteiendemokratie in vielerlei Hinsicht. Ob es sich um Fragen der Sexualmoral oder der sexuellen Orientierung handelt, um das Rauchverbot in Gaststätten, um militärische Einsätze in anderen Ländern, die Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen, den Mindestlohn oder die Managergehälter: Immer wieder gab es und gibt es Grund zum Streit und zu kontroversen Debatten.

    Es sind verdämmernde Begriffe, das Proletariat und die Linke. Allenfalls in den Köpfen der älteren Generation, die sich die Erinnerung an die klassische Arbeiterbewegung bewahrt hat, spielen sie noch eine Rolle. Aber auch dort nur eine negative. Sie seien nicht nicht mehr dafür geeignet, die heutige gesellschaftliche Situation zu beschreiben, ist die verbreitete Meinung.

    Zwei Leserbriefe zu "Marx, Neo und ich" von Nikolaus Piper, Süddeutsche Zeitung vom 28. Juli 2015 In der Folge veröffentlichen wir hier exemplarisch zwei Statements unserer Autoren Peter Klein und Hermann Engster zu einerRezension Nikolaus Pipers betreffend das neue Buch von Yanis Varoufakis von Peter Klein Man muss die Argumentation des Herrn Varoufakis, zumal wo sie sich antikapitalistisch gi...

    Zu: „Die Poetik des Geldes“ von Stephan Eich (SZ vom 22.1.2015)

    Die „Poetik des Geldes“, von der Herr Eich spricht, ist natürlich die des Kapitals. In der Funktion des Kapitals ist das Geld ein Prozess – immer in Bewegung, immer auf der Suche nach Investitionsgelegenheiten, die Erfolg im Sinne der Vermehrung des eingesetzten Geldes versprechen.

    Harald Welzer und die Stiftung FUTURZWEI

    40 Jahre „Aufklärung über Umweltschutz, Klimaschutz, Nachhaltigkeit usw.“ hätten den immer noch weiter zunehmenden „Ressourcen- und Umweltverbrauch“ nicht verhindert, schreibt Welzer in der Einleitung zum „Zukunftsalamanach 2013“.

    Am Ursprung des demokratischen Konsenses

    Der Konsens, der für das reibungslose Funktionieren des kapitalistischen Systems erforderlich ist, stellt sich bekanntlich hinter dem Rücken der Beteiligten her. Indem sie die vormodernen Bindungen an die Religion, den Stand, das lokale Brauchtum und Herkommen, schließlich auch die Geschlechterrolle eine nach der anderen abstreifen und das Selbstverständnis von vereinzelten Individuen entwickeln, vergesellschaften sich die Menschen der Moderne in einem bis dahin nicht gekannten Ausmaß. Vergesellschaftung ohne einen sei es auch unausgesprochenen oder unbewussten Konsens geht aber nicht.

    Ein Leserbrief von Bernd Suffert Sehr geehrter Herr Professor Welzer, Ihr Artikel, der heute, am Silvestertag, in der SZ erschienen ist, hat mir sehr gut gefallen. Wenn ich Sie gleichwohl auf eine Schwachstelle darin aufmerksam mache, dann verstehen Sie das bitte als Versuch, ihre Position zu unterstützen und zu stärken. Die Schwachstelle besteht meines Erachtens darin, dass Sie die Frage des „...

    Zwei Briefe zu Wolfgang Pohrts Buch

    Pohrt liest sich natürlich ganz nett, wie seit jeher. Aber theoretisch, das muss ich leider sagen, kommt mir der Text doch etwas dürftig vor. Ich hatte erwartet, Pohrt außerhalb des bekannten Bittermann-Kreises und also außerhalb der Edition Tiamat wiederzutreffen.