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Anders, Günther

Günther Anders, 1902 in Breslau geboren. Studium der Philosophie. 1923 Promotion bei Husserl. Danach gleichzeitig philosophische, journalistische und belletristische Tätigkeit in Paris und Berlin. 1933 Emigration nach Paris, 1936 in die USA. Dort viele „odd jobs“, unter anderem Fabriksarbeit, aus deren Analyse sich später sein Hauptwerk „Die Antiquiertheit des Menschen“ (3 Bände, 2 davon bei C.H. Beck erschienen, der dritte in Vorbereitung) ergab. Mitinitiator der internationalen Anti-Atombewegung, 1959 beginnender Briefwechsel mit dem Hiroshima-Piloten Claude Eatherly. Engagierter Gegner des Vietnamkrieges. Zahlreiche Veröffentlichungen. Langjähriger Autor des FORVM. Lebte seit 1950 in Wien, wo er 1992 verstorben ist. In den Streifzügen findet sich anlässlich seines posthum erschienenen Bandes „Über Heidegger“ eine ausführliche Würdigung.

Verfasste Beiträge

Chronologisch sortiert

    Für das Enorme war plausiblerweise die normale menschliche Sprache nicht „gemacht“, auf dessen Benennung, Darstellung und Bewältigung nicht vorbereitet.

    Zu denken uns aufgegeben ist heute der Begriff der nackten Apokalypse, das heißt: der Apokalypse, die im bloßen Untergang besteht, die also nicht den Auftakt zu einem neuen, und zwar positiven, Zustande (zu dem des „Reiches“) darstellt.

    Streifzüge 53 / Herbst 2011 2000 Zeichen abwärts von Günther Anders Wenige heutige Ausdrücke sind so rücksichtslos demaskierend wie der Ausdruck „Arbeitnehmer“. Er stammt natürlich von den Arbeitgebern. Und da Geben seliger ist denn Nehmen, fällt auf den dem Ausdruck „Arbeitnehmer“ entsprechenden Ausdruck „Arbeitgeber“ sogar ein gewisser religiöser Schimmer. In meiner Jugend gab es nur Arbeiter...

    Streifzüge 50/2010 von Günther Anders Denn dieser von Marx eingeführte und nun von Allen, auch Nichtmarxisten, auch Halbgebildeten nachgeplapperte Terminus war von Beginn an wenig glücklich. In den Ohren genau Hörender müsste der eigentlich (parallel etwa zu „Enteisung“ oder „Entfettung“ bedeuten: etwas seiner Fremdheit oder Befremdlichkeit entkleiden; und nicht umgekehrt, wie Marx es gemeint h...

    Aus dem Manuskript zum Dritten Band der „Antiquiertheit des Menschen“

    Streifzüge 33/2005 von Günther Anders [siehe auch: Franz Schandl, Lust auf Vernichtung. Der Genozid als universelle Kategorie der Moderne] Ein deutsches Blatt findet, es sei unerhört, den Vietnamkrieg mit Auschwitz in einem Atem zu nennen. Ganz abgesehen davon, dass es absurd ist, wenn Menschen darüber empört sind, dass Untaten anderer mit ihren eigenen Untaten gleichgesetzt werden, läuft diese...

    Gespräch über den vergessenen Vordenker Dienstag, 3. April 2012, 19 Uhr 30 Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11 Tel. 01-332 26 94, Eintritt: Spenden erbeten! ”Andorrer Handscapes | your skin is my canvas* heißt die aktuelle Ausstellung, die zu Beginn des Abends eröffnet wird. Angela Dorrer malt Landschaften in die Handflächen fremder Menschen: Handscapes. Interessierte BesucherInnen hab...