Von Unterschieden und Gleich-Gültigkeiten

Eine Stellungnahme wider die Auflösung der W/Leiblichkeit

von Birge Krondorfer

In der Genealogie der feministischen Praxis der Theoriebildung zur weiblichenIdentität existieren unterschiedliche Denk- und Politikformen, die heute nebeneinander bzw. sich gegenüber stehen.

Die erste Phase betont die gesellschaftliche und vor allem rechtliche Gleichstellung der Frau mit dem Mann. Dabei wird das Paradigma vom , Subjekt Mann‘ nicht hinterfragt. In der zweiten Phase werden Weiblichkeit als entgegengesetztes, rettendes Prinzip angenommen und verdrängte Werte positiv besetzt. Damit wird ein quasi naturhafter Dualismus konserviert. Die dritte Reflexion dekonstruiert die Konstitutionsbedingungen von Weiblichkeit, ihren Repräsentationen und Diskursen im/des Männerbund/s, in welchen sie ein- und ausgeschlossen ist. Die hier begründete Unsicherheit für Theorie- und Praxisbildungen besteht in der Totalität dieser symbolischen Ordnung. Die aktuelle Debatte stellt die Kategorie , Geschlecht‘ überhaupt in Frage. Beide Geschlechter wären sprachlich produzierte Terme, die heterosexuell konnotiert sind und die Regeln der sexuellen und politischen Identitäten beherrschen. Hierbei ist die Lösung gleich der Auflösung jeglicher geschlechtsdifferenter Gestalt/ung.

Der Beitrag problematisiert die dadurch anvisierte Entkörperung der Frauen. Angesichts der Entsubjektivierung und Derealisierung von Politik und dem Lebendigen selbst durch Bio—, und Computertechnologien ist es frag-würdig, ob es gerade eine feministische Perspektive sein darf, der Entleiblichung der weiblichen Körper noch entgegen kommt. Der historischen Reduktion der Frauen auf ihre Körper soll heute durch eine leiblose Selbstdefinition entkommen werden.

Dekonstruktivismus eine Form von Zynismus

Im Gegensatz zu dem, was uns die Medien dauernd einreden wollen, ist der Feind heute nicht der , Fundamentalismus‘, sondern der Zyniker — selbst eine bestimmte Form des , Dekonstruktivismus‘ hat am universellen Zynismus teil, indem er eine (…) , provisorische Moral‘ vorschlägt: , In der Theorie (in der akademischen Schreibpraxis) dekonstruiert soviel ihr wollt und was ihr wollt, aber im täglichen Leben spielt beim gerade dominierenden gesellschaftlichen Spiel mit. ‘ (Slavoj Zizek)

Weder seid Ihr Subjekt noch Objekt, weder frei noch entfremdet, weder der eine noch der andere, sondern immer die gleichen, in der Entzückung über die eigenen Kommutationen. Wir sind von der Hölle der andern zur Ekstase des gleichen übergegangen, vom Fegefeuer der Andersheit zu den künstlichen Paradiesen der Identität. (Jean Baudrillard)

Gegenwärtig sind wir mit der prekären Situation konfrontiert, daß die Ansicht Furore macht, die Bedeutung von Frauen hänge bloß von ihrem Gebrauch in der Sprache ab. , Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht‘, erheischt erschreckende Dimensionen. Heute sind die Grenzen der Herstellbarkeit, der Reduplikation, der Simulationen nicht abzusehen. , Die Frau ist tot‘ — es lebe die , neue Frau‘. , Selbst‘ ist die , gemachte‘ Frau?

Eine gesellschaftliche Transformation ist am Funktionieren, in der alternative Modelle ins Leere zu laufen scheinen. Die Perspektive einer dialektischen Geschichte, die immer noch von einem Rest — das Ausgeschlossene am Eingeschlossenen (Weiblichen) — als Potentialität zur Revolte ausgehen konnte, ist eine ausgeträumte Schimäre? Differenz ist endlich vermittelt; in und an der unendlichen Verschränkung von Technik und Ökonomie — und ihrer Substanz in Atom, Bit und Gen — soll die Welt genesen; und die Frau als Frau ist gewesen.

Die Lebensentstehung ist tendentiell aus ihr herausgenommen, die Fortpflanzung technisiert worden. Nicht mehr Trieb, Geist und Seele, sondern der genetische Code, seine Informations- und Biotechnologie werden künftig die Körper determinieren. Die Lebensentwicklung ist kontrollierbar, die Lebensentstehung ist produzierbar geworden. Kündigt sich ein Jenseits der Geschlechterdifferenz im Sinne der Aufhebung der Dialektik von Fortpflanzung und Sexualität, von Sublimation und Subversion, von Widerspruch und Widerstand an?

Und die Frauen selber? Wenn sie lediglich bezeichnete Zeichen sind, wie kann dann noch von politisch-widerspenstiger Subjektivität die Rede sein? Sollte das Begehren nach Autonomie, nach Selbstbestimmung nichts anderes gewesen sein als , Befreiung‘ ins System? Wie läßt sich Kritik denn noch denken, vom Tätigwerden ganz (und gar nicht) zu schweigen, wenn solches Ansinnen dem Verdikt der Simulacren verfallen ist? Und Theorien wie sie unter anderem von Judith Butler vorgeschlagen werden, spielen dieses Spiel mit, indem sie vorschlagen, diese Paradoxien durch Parodien zu parieren. Ihre — wobei , ihre‘ nicht als Schuldzuweisung verstanden sein kann, denn wir alle sind mehr oder weniger Systeminsassen — postulierte Identität zwischen Maskerade und Mimesis als dekonstruktiv-politische Praxis der Theorie und als Maxime für politisches Handeln reflektiert deren Eingebettetheit in gesellschaftstechnische Normalisierungsprozesse nicht.

Die Kategorien , sex‘ und , gender‘ sind eine Erfindung aus der anglo-amerikanischen Feminismusdebatte. Nach einem radikalen Beginn — erinnert sei nur an Friedan, Millet, Atkinson, Firestone, Greer, Solanas, Daily, Brown, Mitchell, Rich — begann man, nachdem die , women studies‘ sich etabliert hatten, zu den , gender studies‘ überzugehen. Mit dem Paradigma der Unterscheidung von sex/gender, die allgemein formuliert darauf basiert, daß es zwar so etwas wie naturbedingte Körperlichkeit und Sexualität gibt, aber ansonsten die Differenz zwischen den Geschlechtern nichts als eine soziale Konstruktion sei. Das impliziert(e) zwei theoretische Positionen: zum einen greift , gender‘ eher auf Ideologiekritik zurück, zum anderen führt es zur Ablehnung des Schemas sexueller Dichotomie, weil diese herkömmlich unterdrückungslogisch fungibel war, zugunsten einer , gender-freien‘ Position. Gendertheoretikerinnen behaupten, daß die Weiblichkeit "ein Sumpf metaphysischen Unsinns sei, und daß man besser daran täte, sie ganz abzulehnen zugunsten einer neuen Androgynität. " (Braidotti 1994, S. 15)1 Der Begriff , gender‘, der hinsichtlich feministischer Differenztheorien die sozialen und materialen Faktoren überfokussiert, unterschlägt die semiotischen und symbolischen Aspekte, die die Differenz form(ul)ieren, in welche sie aber auch eingelassen ist.

Kritisches zu , sex‘ und , gender‘

Dies ist das Fundament, in dem wir alle — als entweder männlich oder weiblich — unter bestimmten phallogozentrischen Bedingungen konstituiert sind. In einer solchen Ordnung sind das Männliche und das Weibliche in einer strukturell dissymetrischen Position. Männer stellen den universalen Standpunkt unter der Bedingung einer Art Verlust an Leiblichkeit dar. Sie sind dafür Repräsentanz von Transzendenz und Subjektivität, während Frauen mit dem Verlust ihrer Subjektivität und der Reduktion auf ihren Körper zu , rechnen‘ hatten, das heißt auf , Überverleiblichung‘ und Immanenz beschränkt wurden (Simone de Beauvoir). Diese zutiefst hierarchisch verankerte Positionierung läßt sich weder dadurch lösen, daß man sagt, Männer hätten kein gender (weil sie den Phallus tragen, der Zeichen für Macht und Mangel — also Menschsein schlechthin — zugleich ist) oder umgekehrt, Männer wären auch bloß , genderd‘, und somit von den Strukturen gleichermaßen betroffen wie Frauen. Der bloße Rekurs auf die , Gemachtheit‘ der Unterschiedlichkeit ist, so wenig wie er neu ist, eine Unterschlagung realpolitischer Herrschafts- und symbolischer Machtstrukturen. So wichtig die Einbeziehung des Verhältnisses von Frauen und Männern ist, will die Situation der Frauen reflektiert sein, so hat doch diese Erweiterung auch eine Verarmung des politischen Einsatzes zur Folge. , Genderstudies‘ haben sich als Rückstoßeffekt für institutionelle Praxis erwiesen. Feminismus als eine kritische Analyse, die aus weiblicher Perspektive die Verhältnisse an ihren Fundamenten angreifen will, wurde zunehmend marginalisiert bis zu dem Punkt heute, wo selbst , Frau‘-Sagen schon ein Tabu ist. Der neutrale , gender-Begriff‘ wirkt wissenschaftlicher und annehmbarer als , feminist-studies‘ in der scientific-community, dafür spricht der Erfolg der , genderstudies‘ in Universitäten und Medien. , Men- and gay studies‘ werden als Alternative zu , women-studies‘ gefördert.

"The de-radicalizing of the feminist agenda corresponds the re-marketing masculinity and gay male identity. The opposition to gender is based on the realization of its politically disastrous institutional consequences. " (Braidotti 1994, S. 163)2

Diese Situation hat dazu geführt, daß (manche/europäische) Feministinnen den Begriff gender für politische Praxis als unbrauchbar, für reformistisch und antifeministisch erklären.

Dem entspricht der (nicht nur persönliche) Eindruck, daß in den USA zwar zigmal mehr Frauen/gender/forscherinnen institutionalisiert arbeiten können, aber daß die politische Tragweite nirgends zu bemerken ist. Man könnte meinen, das polit-ökonomische System absorbiert seine potentiell kritischen Stimmen, indem sie arbeitstechnisch befriedet werden, in immer mehr spezialisierten Diskursen sich verfangen müssen und sozusagen (permanent überarbeitet) ein implodierendes Wissen produzieren, das für widerspenstige Umsetzungen nicht taugt. Karriere, Konkurrenz und Kleinfamilie sind unhinterfragtes Lebensmodell. Es wird zwar Kritisches rauf und runter buchstabiert, aber keine andere soziale Realität für v/erhandelbar gehalten, denn Wissen, Politik und Lebensweisen sind individualisiert, privatisiert und ökonomisiert. Dazu paßt dann — anscheinend kontradiktisch — das Konzept von Butler, wenn das Paradigma vom Politischen die subkulturelle Queerparty ist. Nichts gegen Tuntenbälle — wobei diese im amerikanisch-puritanischen mainstream wirklich , revolutionärer‘ sein dürften als selbst beispielsweise in Österreich — dennoch, die mühsame Erarbeitung des Politischen als Auseinandersetzung mit den , menschlichen Angelegenheiten‘ (Hannah Arendt), bzw. die Schaffung von alternativen Öffentlichkeiten ist mehr als ein Fest und erschöpft sich nicht in angeblich subversiven Konzentrationen auf ein spielerisches, nichtidentisches Verhältnis des , verlorenen Referenten‘ Frau zu ihrem sozialen Geschlecht.

Abgesehen davon ist noch wesentlich anzumerken, daß der sex/gender-Bruchstrich in hohem Maße der englischen Sprache angehört und daß sie wenig oder keine Relevanz für die theoretische Tradition der romanischen Sprachen macht.

"This is why gender has found no successful echo in the French, Spanish or Italien feminist movements. When you consider that in French , le genre‘ can be used to refer to humanity as a whole you can get a sense of the culturally specific nature of the term and, consequently, of its untranslatability as well. " (Braidotti 1994, S. 157)3

, Sexual difference‘ macht aber dort in feministisch-theoretischen Reflexionen Sinn, weil sie immer beides markiert: die gegenseitige Durchdrungenheit von Natur, Geschichte, Kultur in der Ordnung des Einen und die Frau, die gleichzeitig vereinnahmt und unterschlagen wird. Geneviève Fraisse dazu: ", sexe‘ oder , difference des sexes‘ bezieht sich nie allein auf das biologische Geschlecht wie , sexual difference‘. Außerdem verdeckt der Begriff (gender), daß die Geschlechterdifferenz eben kein philosophisches Konzept ist. Man versucht mit diesem Begriff einen Gegenstand zu erschaffen, den es in diesem Sinn nie gab. (…) Und schließlich finde ich die Trennung von Natur, das heißt biologischem Geschlecht, und Kultur, also der Geschlechtsidentität höchst problematisch. Diese Angst vor dem sogenannten Essentialismus — was immer das sein soll — funktioniert mittlerweile geradezu als Denkverbot. Ich finde es nicht sehr sinnvoll, immer wieder von neuem in die jahrhundertealten Dichotomien zurückzufallen. " (Fraisse 1993, S. 48)4

, Gender‘ usw. hat im Moment jedoch hier hohe Konjunktur, was nicht zuletzt auf die große Butlerrezeption verweist, durch die dieser Begriff Verbreitung fand und wo zugleich die von der Autorin angepeilte Kritik an ihm mitgeliefert wurde. Vielleicht deshalb. Es kann hier und jetzt nicht Ursachenforschung für diese Faszination geleistet werden, es läßt sich aber vermuten, daß es einerseits etwas mit dem Dilemma eines politischen Feminismus in postindustriellen Gesellschaften zu tun hat, welches tatsächlich eine tiefe Verunsicherung von subjektiver Identität als Selbst(Bewußt)sein zur Folge hat. Denn das theoretische Gerede vom , Ende der Geschichte‘ und dem Untergang von sogenannten Identitätspolitik (wo diese im Sinne der Lobbypolitik sowie der zunehmenden Ausdifferenzierungsdynamik eigentlich wächst) hat einen basalen Untergrund: das , ready — made‘ aller Praxis und Orientierung. Der Horizont ist technisch weit geworden, aber Sicherheit und Konfliktlösungsangebote, die mehr bedürfen als des Super-Markts, sind umso entfernter. Andererseits ist die gel(i)ebte Gleichgeschlechtlichkeit in luxurierenden Hochkulturen sozial-logisch evident — und Butlers , Gender Trouble‘ läßt sich durchaus als Plädoyer für eine freifluktuierende lesbische Kultur lesen. Die Sensitivierung und Infragestellung , naturhafter‘ sexueller Beziehungen und Imaginationen, das heißt solchen, die lediglich der Arterhaltung dienen, ist ein beinah historisch natürlich wiederkehrendes gesellschaftliches Phänomen.

Dies mit einbedacht können nun einige Momente und Motive der gegenwärtig avancierten und ambivalenten , Trouble‘-Theorie befragt werden.

Dekonstruktionen als Entsexualisierung

Selbst wenn man gender und sex destruieren will, so setzt man sie zwar als verschiedene doch trotzdem gegebene Kategorien voraus, die für beide Geschlechter — mehr haben wir nun mal nicht, auch wenn das spätestens seit Platons Androgynitätsmythosdesillusionierung schmerzt — gleich/gültig seien. Aber seit Luce Irigaray gilt es festzuhalten, daß die Kohärenz der Diskurse und das Funktionieren ihrer Politik sich der geleugneten sexuellen Differenz verdanken. Wobei der alte Traum vom Selben die Asymmetrie des Geschlechterverhältnisses nicht auf der selben Ebene lokalisiert. Denn das würde ja eine einfache Umkehrbarkei implizieren. Wobei eben im Differenzdenken — welches mehr und anderes ist als der Rekurs auf Dualismen oder Dichotomien, was oft verwechselt, bzw. gleichgesetzt wird — die Referenz nicht auf einer Negation, die immer noch auf eine Position sich bezöge, beruht. (Anm. für PhilosophInnen: In gewisser Weise rekurriert Irigaray auf die hegelsche Denkstruktur der doppelten Negation. ) Oder wie es die italienische Philosophin Adriana Cavarero sagt: "Die Signale enthüllen den Charakter des wahren Subjekts des Diskurses: es ist ein männliches Subjekt, das sich selbst zum universalen macht. Der Mann/Mensch als männliches Geschlechtswesen trägt diese Begrenztheit in sich und verabsolutiert diese Begrenztheit dennoch mit wachsender Dynamik in einer faszinierenden logischen Parabel, indem er sie zur Universalität erhebt, so daß diese Universalität vermittels einer abnehmenden Dynamik sowohl jenes begrenzte Männliche, das sie hervorgebracht hat, als auch das andere Geschlecht enthalten kann, welches nun zum ersten Mal in Erscheinung tritt, abwesend zwar in diesem logischen Prozeß, aber dennoch in ihn aufgenommen, einverleibt und an ihn angeglichen. Dies ist der Weg, auf dem der Mann/Mensch die Parabel des Selbst durchläuft: Er findet und erkennt sich als das Besondere seiner Universalisierung wieder. Der Frau hingegen geschieht es, daß sie sich nur als das Besondere vor-findet, als das endliche andere, das im universalen Neutrum Mensch/Mann enthalten ist. " (Cavarero 1987, S. 67)5

Das geschlechtlich Begrenzte in seiner männlichen Form, das sich zum Allgemeinen gesetzt hat, feiert in diesem Selbst-Verabsolutierungsprozeß sein Geschlecht, ohne jedoch das Sich-Unterscheiden, durch das es besteht, wahrzunehmen. "Hier lägen die Hypothesen zweier verschiedener Philosophien nahe: eine, die das Mann-Sein und das Frau-Sein als etwas Ursprüngliches denkt, das eine duale Begriffsbildung erfordert, eine absolute Dualität, eine Art Paradox innerhalb der Logik des , Eins/Viele‘: eine andere, die den Menschen als universales Neutrum denkt (als Puppe? ! ), das das Mann- und das Frau-Sein als zwei Fälle umfasst, die keinen Einfluß auf die Gültigkeit des Begriffs des universalen Neutrums haben. Die abendländische Philosophie ist der zweiten Hypothese gefolgt: sie dringt durch alle Poren der Sprache und stellt den eigentlichen Stahlkäfig dar, den die Geschlechterdifferenz sprengen muß, um sich denken zu können. " (Cavarero 1987, S. 68 f)6

, Stahlkäfig‘ und , Puppe‘: zwei treffliche Begriffe, die Butler zwar als performativ hergestellte sehen würde, die jedoch willkürlich gebrochen und überschritten werden könnten. Als linguistische Idealistin hält sie modern die Tücke des Objekts (z. B. Natur und was immer wir von ihr sagen können) für hintergehbar, indem sie postmodern meint, es sei immer schon bloß sprachlich produziert worden, bzw. solchermaßen erst gar nicht zu fassen. Das biologische Geschlecht wird zur Fiktion vom Rang des Kantschen Dings an sich und die diskursiven Grenzen des Geschlechts werden erweitert bis zu jener Beliebigkeit, die auf einen unendlichen Regreß abzielt. Die berühmt-berüchtigte Aussage "that the original gender identity (…) itself is itself an imitation without origin" sagt es in diesem tautologischen Zirkelschluß.

Mit ähnlichen Worten decouvriert Jean Baudrillard den zeitgeistigen Selbsterzeugungsmythos als gentechnisch angelegte Klonung: der Leib als Phänotypus ist der Antikörper zum Genotypus, der geschlechtslos und asexuell "das letzte Stadium in der Geschichte der Körpermodellierung ist, das Stadium in dem das auf seine abstrakte genetische Formel reduzierte Individuum zur seriellen Demultiplikation bestimmt ist. Das Original ist verloren, die Dinge sind von Anfang an auf ihre grenzenlose Reproduktion hin angelegt. " (Baudrillard 1992, S. 136 f)7

In ihrer scharfsinnigen Dechiffrierung der Koinzidenz von Butlers politischer Utopie mit einer schon statthabenden Wirklichkeit verweist Gerburg Treusch-Dieter auf die Realmetapher der Puppe , Barbie‘, "die dieses letzte Stadium in der Geschichte der Körpermodellierung jetzt schon idolisiert. (…) Sie ist schön, hart, glatt (…) ohne Geschlecht, die sich dennoch millionenfach vermehrt (…) eine grenzenlose Reproduktion (…) eine eigene Selbstreplikation (…) Transsexueller Klon, der Geschlechtsidentität nur mehr mimt als Imitat ohne Original (…) eine Form die durch ihre Norm jenseits der Geschlechterdifferenz, jenseits von Geburt und Tod, zu einer Unsterblichkeit führt, die an ihr plastisch wird. Barbies , grenzenlose Reproduktion‘ in der nach Baudrillard , das Original verloren ist‘, hat nach Butler den Status einer semiotischen Selbstreplikation. Denn ihr , original without origin‘ ist ein Imitat, das sich analog der genetischen Information selbst nachahmt, selbst kopiert. Unter der Voraussetzung der Zwangsheterosexualität wird es nachträglich durch ihr Funktionsgesetz als Ersatz für etwas hervorgebracht, was nie existierte, und doch in Barbie vorweggenommen ist. "(Treusch-Dieter 1994, S. 25)8

Denn dieses , Mannequin‘, dieses , kleine Männchen‘ ist das Plastik gewordene Phantasma eines Begehrens nach Homogenität jenseits der Geschlechterdifferenz, das kein Anderes, keine Heterogenität mehr kennt.

Einer der Grundwidersprüche der menschlichen Existenz, der zwischen Männern und Frauen — neben dem Generationskonflikt, dem Unterschied zwischen Individuum und Kollektivität, sowie dem Grundkonflikt von Lebenden und Toten — soll durch künstliche und künstlerische Synthetik überwunden werden. Geschlechtlichkeit sei nichts weiter als ein arbiträres Attribut. Der proklamierte Austausch von Moden und Organen verwechselt Widerspruchsbewältigung mit dessen Verleugnung. Der Körper wird zur Jammergestalt degradiert. Denn ob die bisherige Bildung, "die dieser Körper in Fleisch und Blut übersetzte, eine des Himmels war oder eine des Wissens vom Sex, immer ging es um ihre Inkarnation, um eine Fleischwerdung des Worts. Jetzt aber geht es um die Verwörtlichung des Fleisches, um seine Exkarnation, deren erste Bedingung nicht mehr nur die , Befreiung‘ des Geschlechts unter der Voraussetzung seiner Negierung ist, sondern seine Aufhebung. " (Treusch-Dieter 1994, S. 25f)9 Eine , gefälschte‘ Aufhebung allerdings, da sie Auseinandersetzungen durch Kostümierungen ersetzen will.

Vom Sein zum Design? Dieser Habitus bedient die Zeitgeisteshaltung zwieschlächtig: die Gesellschaft als behübschte Schmierenkomödie ebenso wie einen romantischen Manierismus. Geister und Kulturen in Krise haben sich immer schon in Rhetorik und Dekadenz geflüchtet. , Alles ist Sprache‘ bedeutet auch, dem Staunen den Atem nehmen, diese Verwunderung vor etwas anderem, Fremden. Diese als währende Wunde, als Abhängigkeit von Leiblichkeit, soll wohl auch durch Rationalisierungsprozesse gelöscht werden. Mit der Ablehnung der Zwangsheterosexualität (wer zwingt eigentlich wen, so es doch keine Täter gibt? ) soll gleichsam die Unterschiedenheit der Geschlechter als reiner terminus technicus verschwinden. Das heißt den Teufel mit dem Beelzebub austreiben wollen. Die implizite Verwechslung von sozial- und kulturdependenten Beziehungsstrukturen mit dem Geschick gegebener Körperlichkeit, bedeckt und verwischt nicht nur das Problem, daß Schwule immer noch Männer sind und Lesben Frauen. Ob sie schon dadurch äquivalent werden, daß sich die Ähnlichen lieben, was nur unterdrückungsidentitätslogisch sie zu Gleichen macht, soll ebenso wie das Phänomen der Adaptierung des Heteromodells, warum auch immer (nicht) hier als Problem bloß angemerkt werden. Ebenso wie jede körperliche Umoperierung auf das jeweilige , Gegenstück‘ verwiesen ist. Oder wurde schon mal vernommen, daß eine oder jemand sich zum Hermaphroditen hat herstellen lassen — oder zu einem Frosch, oder zu einem Blatt Papier? Travestie und Transsexualität setzen auf die äußere Umformbarkeit von , Schicksal‘; die Ansicht des Körpers als reparaturbedürftiges Objekt unterläuft die Auseinandersetzung mit den Motiven, das Andere (auch) sein zu wollen. Die Dialektik von tiefenpsychologischem Unglück und gesellschaftspolitischen Mißständen soll technisch erlöst werden.

Konstruktionen und Konsequenzen

In dem Maße wie Butlers Haltung die Heterosexualität als Normativ desavouiert, obwohl diese Option , weiß Gott‘ an sich nichts Neues darstellt, war sie doch eine der ersten Kampfbegriffe der zweiten Frauenbewegung (ob das kollektiv Unbewußte in schöner Regelmäßigkeit mit jeder Generation die immer gleichen Fragen in neuen Gewändern an die Oberfläche spült? Dies ließe sich auch an der merkwürdigen Kongruenz der Theorie der Performität mit der soziologischen Rollentheorie der 70er Jahre rekonstruieren10), in dem Maße fällt sie in die Falle des Konstruktivismus. Dem , die Wirklichkeit ist nichts als Konstruktion‘ (ist nicht, außer konditioniert konstruierte) soll mit einer Gegenkonstruktion bzw. der (männlichen) Phantasie der unendlichen und beliebigen Herstellbarkeit Paroli geboten werden.

Konstruktivismen jedoch dienen der Komplexitätsreduktion, die — so Peter Heintel11 — nach der transzendentalen Vernunft der Konstruktion nicht mehr fragen. Was bedeuten und motiviert Konstruktivismen?

, Der Prozeß der Konstruktion (von Körpern, Institutionen, Denkmodellen, Systemen) ist ungleich dem Effekt der Konstruktion. (Berühmtes Beispiel ist die Zauberlehrlingsgeschichte).

• Die Wirklichkeit in ihrer abstrakten Allgemeinheit ist von uns nicht auszuhalten, also wird sie reduziert und Widersprüche werden eliminiert — zum Behufe der Komplexitätsreduktion.

• Kompexitätsreduktion wird erreicht durch: 1. Konstruktivismen, wie rationale Modelle, die Sicherheit garantieren und in Wissenschaftszusammenhängen motivationsfördernd sind, Stichwort: Spezialisierung. 2. Gefühlsreduktionen, die durch hierarchisierende Autoritäten, schnelle (abstrakte) Entscheidungen und verursachte Ängste funktionieren. 3. , Erweiterung‘, beispielsweise Zusatzhypothesen, neue Normen, Aurabildungen, die zur Selbstverkomplizierung (von Einzelnen/m bis zu Systemen) führen.

• Dies gelingt auf den verschiedenen Ebenen: ideologisch, organisatorisch, funktional und emotional, indem Probleme zugeteilt und andere damit abgeschottet werden. Zur Vermeidung des Selbstopfers sichert man sich durch Systemanpassung ab.

• Diese Versicherungen von/vor/in Komplexität führen über alle Momente zur Selbstbeschäftigung der Institutionen und der Theorien. Für die einzelnen, als Besonderen, bedeutet das immer eine Verengung, die — wenn sie mit der Wirklichkeit verwechselt wird — Verletzungsgeschichte ist. ‘

Diese Verletzungsgeschichte motiviert dazu, eingefahrene Realität entweder als Sicherheit verführerisch, oder als erzwungenen Schutz unerträglich zu finden. Butlers Position bietet quasi beides an: Anpassung im Sinne einer überkreuzenden Angleichung (der Geschlechter) und Widerstand durch , verqueere‘ Subkultur.

Bedenklicherweise bleibt analog der heutigen Stagnation der feministischen Bewegungen das Verhältnis zur Macht unreflektiert, das prinzipiell mit dem Problem der Anerkennung und der dieser inhärenten Genealogie von Selbstbewußtsein verbunden ist. Selbstbewußtsein ist (mit Hegel) über den Kampf um wechselseitige Anerkennung möglich. Dieser Prozeß muß auch in seinem ständigen Scheitern immer wieder aufs Neue konstituiert werden. Denn die Negation von Unterschieden führt bloß zur abstrakten Gleichung/Gleichheit: Gleichstellung als tote Mitte. Selbstgefährdung, die Angst vor dem sozialen Tod, wird von Frauen nicht (mehr? ) riskiert. (Von Männern, da sie in ihrer symbolischen Ordnung leben können, schon gar nicht, bzw. in dem Ausmaß, wie es die Kodifizierungen zulassen und ermöglichen. ) Krisen als Modus der Anerkennung werden durch Abdienen, Anpassung an ritualisierte Regeln nivelliert und ersetzt. Die Einwilligung in gesellschaftliche Voraussetzungen wird nicht (mehr) hinterfragt, das heißt, der Kampf auf Leben und Tod wird von Frauen nicht gewagt und damit bleiben sie unterworfen. Diese Stillstellung (im doppelten Sinn) bedeutet auch ein Denktabu. Die gefeierte Theorie der geschlechtlichen Parodie vermeidet durch Verschieben und Verkehrung Selbstgefährdungen. Selbstvergewisserung passiert in funktionalistischen Interaktionen, die möglichst risikolos der Selbstbehütung, ja Selbstverhütung dienen. Leben in politischer Bedeutung, das Differenz elementar und metatheoretisch zur Bedingung hat, ist zunehmend unerträglich geworden: wir halten aus, wir halten durch und wir halten uns zurück (, verhalten‘ uns). Blasses Selbstbewußtsein, als ein leeres, da funktionables, zielt prinzipiell auf den Tod des/der Anderen ab.

Und im avancierten Reigen quasi auf die , Tötung‘ von sich selbst. Diese Rechnung ist nicht neu: das (weiblich) Leibliche als H/ort der Sünde galt in unserer Tradition schon immer als Abzuschaffendes, bzw. Überwindbares. Diese Dynamik der Verleugnung nahm ihren Weg dann über die Befreiung zum sexuellen Subjekt (gegen den weiblichen Objektstatus), das in seiner Gebundenheit an "funktionalistische , eigene Sexualität‘ die Abstraktionsbewegung wiederholte und weiterführte" (Treusch-Dieter 1990 S. 133)12, hin zum geschlechtslosen Selbst. Der Körper ist dann nichts mehr als ein Netz von codierten Zeichensystemen.

"Unsere Körper (haben sich in) eigenständige parts aufgelöst und manifestieren sich in einer Kombination von Hyper-Exterritorisation (von Organen) und Hyper-Interiorisation (von Designer-Subjektivitäten). "13

In Gedenken an die Jetztzeit bezeichnet Barbara Duden dies als "Entkörperungsprozeß", als bekannte "Frau ohne Unterleib", die als Selbstwahrnehmung einer "postmodernen Frau" figuriert.

"(…) Sprachrohr eines Diskurses, der ganz mit dem Verständnis von Natur als Matrix, also als Geburtsort im Fleisch, als Ur-sprung gebrochen hat. (…) , Weiblichkeit von jedem Makel des Natürlichen‘ säubert (…) der der Selbstentkörperung in der modernen Mediengesellschaft den Anschein verleiht, im Interesse auch der Frauenbewegung zu sein. (…) (Es wird) die Illusion geschaffen, daß die Welt des Scheines, die Welt der show die einzige Welt ist, in der (Frauen) Frauen sein dürfen. (…) Die Leibhaftigkeit wird verlächerlicht. Verschämt über den Mangel an politischer Korrektheit als Privatsache versteckt? (…) Was mich besorgt, ist eine Studentin (…) die versucht, dem Text (…) Vertrauen zu schenken: weil er von einer Frau geschrieben ist und ihr, wie sie sagt, als Medizin dient, um ihr Unwohlsein im Alltag zusammen mit ihrer Körperlichkeit abzulegen. " (Duden 1994, S. 24 ff. )14

Um in dieser endlosen Geschichte langsam zu einem vorläufigen Ende zu kommen, ist Rosi Braidotti zuzustimmen, wenn sie schreibt: "On this point feminist criticism is quite clear: the fragmentation of women’s resistance in history expresses one of the distinctive features of patriarchal power: its corporeal roots. They express a discursive power which functions through the sequestration of language, lived experience, and the body of women. (…) It functions as a practice of self-legitimation and perpetuation of the male homosocial bond, of masculine power. This plays not only on the exclusion of women but also, most strikingly, in terms of the inclusion of women as exchange value, a form of objectification that implies their relinquishing the very entitlement to subjectivity. (Braidotti 1991, S. 149)15 (…) I don’t see sexual difference as a monolitic or ahistorical theory. Quite on the contrary. (…) On the first level, the focus is on the difference between men and women. Here the aim is descriptive and diagnostic. The approach to sexual difference involves both the description and denunciation of the false universalism of the male symbolic, in which one finds the notion of the subject as a self-regulating masculine agency and the notion of the , Other‘ as a site of devaluation. What comes into focus in the second level here is that the relation between Subject and Other is not one of reversibility. As Irigaray points out, women’s , otherness‘ remains unrepresentable within this sense of representation. The two poles of opposition exist in a asymetrical relationship. Under the heading of , the double syntax‘ Irigaray defends this irreducible and irreversible difference not only of Woman from man, but also of real-life women from the reified image of Woman-as-Other. This is proposed as the foundation for a new phase of feminist politics. " (Braidotti 1994, S. 159)16

Theoretische Kritik ist zwar eine Bedingung, aber nicht Instanz für Veränderung, da bleibt sie angewiesen auf den öffentlichen Raum und die Zeit der Politik.

"Wenn diese aber selbst vom System bereits geschluckt ist, selbst nur Systemfunktion ist (…) dient sie der Legitimierung des bestehenden Systems und verhindert im Grunde jeden Minderheitsstandpunkt, der von außen kommt und das Ganze in Frage stellen möchte. " (Heintel 1993, S. 23)17

Wenn nun ein Politikmodell auf Männer als , die besseren Frauen‘ und auf Frauen als , die besseren Männer‘ rekurriert, dann gerinnen Verkleidung und Funktionabilität zur Vermeidung notwendiger und immer noch ausstehender Konflikte. "Die Verzweiflung und das Verlassensein von Frauen trifft in dieser Weise für Männer nicht zu. Der Mann kann sich auf die Herberge und Verberge der Mutter-Institution verlassen — noch immer. Die Frau kann es nicht und konnte es nie. Sie kann sich bestenfalls in sich selbst verbergen, oder sich selbst abschaffen. " (Treusch-Dieter 1993, S. 93)18

Genau dies scheint im Gang zu sein: durch die angepeilte Auflösung von , Geschlecht‘ und , Frauen‘ (was unlösbar verkoppelt ist: Frauen als historische Repräsentanz der — Nichtigkeit der — Differenz) soll auch gleich das Problem abgeschafft werden. Unterschiede wären dann nur noch als , verschieden‘ zu reklamieren. Und diese Entdifferenzierung wäre bloß durch immer wieder neue künstlich hergestellte Differenzierung erträglich. Doch diese Gewalt der Homo-logien, das kennen wir schon.

Überall begegnet man dieser unmenschlichen Formalisierung von Gesicht, Sprechweise, Geschlecht, Körper, Willen und öffentlicher Meinung. Jeder Anschein von Schicksal und Negativität muß getilgt werden zugunsten von etwas, das dem Lächeln des Toten in den funeral homes gleicht, zugunsten einer Erweckung der Zeichen, in einem gigantischen Zugriff plastischer Chirurgie. (Jean Baudrillard) n

    Dr. Birge G. Krondorfer ist Philosophin. Sie arbeitet als ‚freie‘ Lehrbeauftragte u. a. an den Universitäten Wien und Innsbruck und als Erwachsenenbildnerin. Vorträge und Veröffentlichungen zum Denken der Geschlechterdifferenz und zur feministischen Theoriebildung.

Anmerkungen

    1 Braidotti, Rosi (1994): Gender und Postgender. Die Zukunft einer Illusion? In: Verein Sozialwissenschaftliche Forschung und Bildung für Frauen, Frankfurter Frauenschule: Zur Krise der Kategorien. Frau-Lesbe-Geschlecht. Frankfurt/M. , 7-30.

    2 Butler, Judith (1994): Unter Feministinnen: "The Trouble with Gender". Interview mit Rosi Braidotti. In: ebd. , 145-175.

    3 Ebd.

    4 Fraisse, Geneviève (1993): Über Geschichte, Geschlecht und einige damit zusammenhängende Denkverbote. In: „Neue Rundschau“, 104. Jg. , Heft 4, 46-56.

    5 Cavarero, Adriana (1987): Ansätze zu einer Theorie der Geschlechterdifferenz. In: „Diotoma“. Philosophinnengruppe aus Verona: Der Mensch ist zwei. Wien, 65-102.

    6 Ebd.

    7 Baudrillard, Jean (1992): Die Transparenz des Bösen. Berlin.

    8 Treusch-Dieter, Gerburg (1994): Barbie und Inzest. Das letzte Stadium der Körpermodellierung/Jeder ist der Antikörper des Anderen. In: „Ästhetik und Kommunikation“, 23. Jg. , Heft 87, 22-27.

    9 Ebd.

    10 Vgl. Hirschauer, Stefan (1993): Dekonstruktion und Rekonstruktion. Plädoyer für die Erforschung des Bekannten. In: „Feministische Studien“, 11. Jg. , Nr. 2, 55-67.

    11 Aufzeichnungen eines Gesprächs (1994).

    12 Treusch-Dieter, Gerburg (1990): Von der sexuellen Rebellion zur Gen- und Reproduktionstechnologie. Tübingen.

    13 Zit. nach Angerer, Marie-Luise (1994): Zwischen Ekstase und Melancholie: Der Körper in der neueren feministischen Diskussion. In: „L’Homme“, 5. Jg. , Heft 1, 28-44: 30.

    14 Duden, Barbara (1993): Die Frau ohne Unterleib: Zu Judith Butlers Entkörperung. Ein Zeitdokument. In: „Feministische Studien“, a. a. O. ,

    24-33.

    15 Braidotti, Rosi (1991): Patterns of Dissonance. A study of women in contemporary philosophy. New York.

    16 Butler, Judith (1994): a. a. O.

    17 Heintel, Peter (1993): Alternative Modellbildung in der Ökonomie. In: Berger, Wilhelm / Pellert, Ada: Der verlorene Glanz der Ökonomie. Kritik und Orientierung. Wien, 17-72.

    18 Treusch-Dieter, Gerburg (1993): Lückenhafte Anmerkungen zu Müttern und Amazonen mit einem unausgedachten Schluß. In: Baudrillard, Jean u. a. (Hg. ): Zukunft ohne Ende. München, 89-99.

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