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Ich gerate in heiligen Zorn…

23 Sep 2009

von Edith Friedl

ich gerate in heiligen zorn, wenn ich im tv die bulldozer sehe, wie sie die armseligen hütten von flüchtlingen in calais niederwalzen. und mir zerbricht das herz, wenn ich weiters mitansehe, wie diese menschen daneben stehen und weinen.

hauptsache, alles ist “sauber” und man kehrt den dreck unter den teppich. dass damit nur kosmetik betrieben wird, ist für die völlig abgehobenen politiker nebensache. nie wird von den ursachen des ständig wachsenden und erschütternden migrationsproblems gesprochen, geschweige denn es angegangen – sondern immer nur dessen ergebnis auf’s widerwärtigste “beseitigt”. es ist zum verzweifeln: was nützt mir (uns) das ganze wissen um komplexe zusammenhänge, wenn die sog. “eliten” immer und immer wieder diametral dazu handeln?! die konsequenz dieser politik ist im schlimmsten fall kalkulierter mord (z.b. saftige strafen sollen allfällige retter von “boat-people” in seenot von hilfe abhalten usw.).
es sind diese unerträglichen, pflichtbesessenen, feigen, nach wählerstimmen schielenden schreibtisch-täter, die all diese wehrlosen reglementieren, selektieren, isolieren und ausradieren… WAS TUN?

1 Kommentar

 Kommentare

  1. 1 Gerd Brodowski meinte am 23. September 2009, 15:29 Uhr

    Im konkreten Fall geht’s mir gerade ebenso wie Dir.
    “Wie können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen, aber wir können sie zwingen, immer dreister zu lügen.”
    Vom System Veränderungen zu erhoffen ist m. E. illusorisch. Lieber vor Ort aktiv handeln und z. B. in die Flüchtlingsarbeit einsteigen, Leuten Unterschlupf bzw. konkrete Hilfe anbieten. Und ab und an einen Schuh, Torten oder sonst was in Richtung politischen Abschaum schleudern. “Böse” Worte dürfen’s auch sein.
    Übrigens hab ich mich beim Lesen von Jutta Ditfurths “Zeit des Zorn” ziemlich wohl gefühlt – schönes Buch. Sollten mehr Leut’ lesen.

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