Call for Papers 47: WOHNEN

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von der Streifzüge-Redaktion

Liebe Leute!

Die im November 2009 erscheinende Ausgabe 47 der Streifzüge soll sich in ihrem Schwerpunkt unterschiedlichen Aspekten des WOHNENS widmen.

Fragestellungen könnten oder sollten sein:

Was ist Wohnen? Was bedeutet Sesshaftigkeit?
Welches natürliche und/oder soziale Bedürfnis wird damit befriedigt?

Schützt die Wohnung als wohlige Höhle vor äußerem Zugriff oder gebiert sie vielmehr eine intime Hölle?
Ist Wohnung primär oder gar ausschließlich als exklusive Behausung denkbar?
Was bedeutet es, einen eigenen Tisch und insbesondere ein eigenes Bett zu haben?

Ist die Wohnung eine besondere Ware?
Worin unterscheidet sich der Wohnungsmarkt von anderen Märkten?
Worin unterscheidet sich das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter
von dem eines Unternehmers zum Arbeiter?
Warum ist Wohnen kein Menschenrecht?
Was bedeutet es, dass immer mehr (bezahlte) Arbeiten in die
Privatwohnungen abgeschoben werden?
Stören Immobilien die Mobilität? Ist der räumliche Lebensmittelpunkt im
Abkommen?

Welche Modelle des Wohnens gibt es? Worin liegen deren Vor- und Nachteile?
Ist Obdachlosigkeit ein Lebensstil oder einfach nur abzuschaffen?
Wozu sind Paläste gut? Was sind Hütten?

Wie wohnen wir und wie möchten wir wohnen? Wie wohnen wir zusammen?
Was bedeutet es, mit Kindern oder alten Leuten zusammenzuleben? Mit
Gebrechlichen und Kranken? Haben die Platz, und wenn, wo?

Wie entwickeln sich weshalb die Wohnungspreise in Wien oder anderswo?
Wie gestalten sich Wohn(bau)politik und Mieterschutz? Wie verlaufen
Wohnkämpfe?
Was ist eine adäquate Infrastruktur?
Wie werden Häuser und Wohnungen gebaut? Was hat sich da historisch
verändert?
Welche relevanten Unterschiede gibt es zwischen Stadt und Land?

Was heißt Hausarbeit? Wie kann man sie einordnen, aber auch wie
gestalten sich konkrete, an Wohnungen gebundene Tätigkeiten der
Reproduktion: das Kochen, das Putzen oder das Abwaschen?

Natürlich sind wir auch für andere Fragstellungen und Gesichtspunkte offen.

Wer also interessiert ist und sich vorstellen kann, etwas zu schreiben,
der oder die möge sich so bald wie möglich melden, uns Vorhaben und
Arbeitstitel bekannt geben und entsprechende Vereinbarungen treffen. Die
Höchstlänge beträgt 5 Seiten (max. 34.000 Zeichen inkl. Leerzeichen),
gefragt sind aber nicht nur Abhandlungen, sondern insbesondere auch
kürzere Texte bis hin zu Glossen (2000 Zeichen abwärts). Die
vereinbarten Längen sind einzuhalten. Auch für sonstige Tipps sind wir
dankbar.

Koordiniert wird der Schwerpunkt der Ausgabe 47 von Franz Schandl.
Interessenten mögen sich so bald als möglich an uns wenden.
Redaktionsschluss ist der 20. Oktober 2009. Natürlich wird es auch
Artikel zu anderen Themen in der Nummer geben.

Zahlen können wir noch immer nichts, was wir allerdings bieten können, ist ein zweijähriges Abo der Streifzüge, bis zu 10 Belegexemplare, alte Ausgaben soweit vorhanden und darüber hinaus pro Aufsatz (je nach Länge) ein bis zwei Bücher aus unserem Sortiment, siehe:

www.streifzuege.org/buecher-und-broschueren

Besten Gruß!

Die Redaktion der Streifzüge

P.S.: Wien immer gibt es einige neue und hoffentlich interessante Texte
auf www.streifzuege.org

VORSCHAU

Nummer 48, März 2010: Freundschaft

Nummer 49, Juli 2010: Staat

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