Call for Papers
| Nummer 54/2012 (Frühling, Schwerpunkt Demonetarisierung) | Call 54 |
| Nummer 55/2012 (Sommer, Schwerpunkt Lust) | Call 55 |
| Nummer 56/2012 (Herbst, Schwerpunkt Konkurrenz) |
Call 54
Liebe Leute,
der Schwerpunkt der Ausgabe 54, Erscheinungstermin März/April 2012, argumentiert für eine
DEMONETARISIERUNG
Jede Produktion und jede Lebensweise beruht auf bedingungslosem Geben, der direkten Kommunikation zwischen den Produzierenden, Kooperation und den Reichtümern der Erde. Die Geldwirtschaft benutzt unsere soziale und natürliche Welt für ihren eigenen, destruktiven Selbstzweck: Geld, das sich vermehrt. Neben der Herrschaft von Menschen über Menschen tritt eine gewaltige Dynamik der Expansion dieser Herrschaft hinzu, die auch die Herrschenden beständig revolutioniert.
Dass man diesen destruktiven Selbstzweck und sein konstruktives Herrschaftsmotiv über einen pädagogischen Etappenprozess loswerden kann, glauben wir eher nicht. Ein größeres Vertrauen setzen wir in die gemeinschaftliche Aneignung der Reichtümer und in die je eigene Kraft. Die bewusste Organisation des Anderen, sie wird in den verschiedenen Nischen der Geldwirtschaft praktisch angegangen: örtlich, zeitlich, aspektuell. Dass dies an vielen Stellen lahmt, ist freilich sichtbar.
Wir würden daher gerne Beiträge über die taktischen ebenso wie über die perspektivischen Fragen publizieren: Braucht es eine globale Umwälzung oder gelingt der Aufbau demonetarisierter Zonen? Oder ist beides nur als ein Zusammenhang zu denken? Ist mit kämpferischen Mitteln gegen das Regime des Geldes und seine Nutznießer vorzugehen oder ist das gute Leben nur als attraktives Vorbild kampflos zu verwirklichen? Oder, wiederum als dritte Möglichkeit, ist beides nur in einer Synthese wirksam? Was ist die Logik des Geldes? Wo beginnt sie unser Denken zu strukturieren und unser Handeln zu prägen? Gibt es mit uns, den Menschen wie wir sie in der Gesellschaft des Geldes eben sind, Ansatzpunkte der Befreiung, und wenn ja, wo sind sie: in, um oder doch erst vor uns?
Darüber hinaus freuen wir uns wie immer auch über Beiträge zu anderen Themen.
- Was die Textsorten und diverse Formalia betrifft, bitte einen Blick auf die Hinweise für AutorInnen werfen!
- Redaktionsschluss der Nummer 54 ist im Mitte Februar 2012
Die Ausgabe wird betreut von Petra Ziegler und Franz Schandl.
Herzliche Grüße
Eure Streifzüge-Redaktion
Call 55
Der Schwerpunkt der 55. Ausgabe der Zeitschrift „Streifzüge – Magazinierte Transformationslust“ (Sommer 2012) widmet sich dem Thema
LUST
Den oft vernommenen Stimmen, die Zeiten werde härter, wir alle hätten über unsere Verhältnisse gelebt, ja wir werden den Gürtel enger schnallen müssen, begegnen wir also mit einer transformationslustigen Nummer.
Raoul Vaneigem schreibt in seinem „Buch der Lüste“ (1979), der Genuss impliziere das Ende aller Formen der Arbeit, des Tauschs, des Zwangs, der Intellektualität, des Staates und das Ende der Unterdrückung.
In diesem Sinn wollen wir der LUST auf die Spur kommen und sie auch wecken. LUST wird in ganz umfassenden Sinn ganz unterschiedlicher LÜSTE verstanden, keineswegs als Fibel von neuen Anweisungen. Unlustig sein wollen wir ja nicht. Aber das ist leichter gesagt als verwirklicht. Wie leistet man Gesellschaftskritik ohne selbst unlustig zu werden, wo doch gerade das Unlustige Gegenstand der Betrachtung ist?
Wir suchen Unveröffentlichtes zum Thema LUST in der Länge zwischen 2.000 und 30.000 Zeichen. Exposé und Vereinbarung sind von großem Vorteil, je früher desto günstiger.
Genaue Modalitäten zu Textsorten und -länge siehe: www.streifzuege.org/hinweise-fuer-autorinnen Texte in word oder rtf an: redaktion@streifzuege.org
Die fertigen Aufsätze sind bis zum vereinbarten Termin, aber spätestens bis 14. Mai 2012 an uns zu senden.
Darüber hinaus freuen wir uns wie immer auch über Beiträge zu anderen Themen.
- Was die Textsorten und diverse Formalia betrifft, bitte einen Blick auf die Hinweise für AutorInnen werfen!
- Redaktionsschluss der Nummer 54 ist im Mitte Februar 2012
Die Ausgabe wird betreut von Maria Wölflingseder und Severin Heilmann.
Herzliche Grüße
Eure Streifzüge-Redaktion




