Liebe Leute: Allein hier zu schreiben, dass wir ein Leben ohne Geld wollen, kostet welches. Wer unsere Texte mag, soll dazu beitragen, dass sie hier (ent)stehen können. Wenn wer sich’s leisten kann. Eh klar. Dann aber seid so lieb: Her mit der Marie! Löst uns aus!

Call for Papers 71

01 Jun 2017

Gleich vorweg: wie immer sind auch Artikel zu anderen Themen willkommen, nicht nur Texte zum Schwerpunkt.

Diese Ausgabe widmet sich dem Titel

ArbeitsLOS

Das Arbeitslos und die Arbeitslosigkeit könnte man durchaus als zentrale lebensweltliche Probleme der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft auffassen. Arbeit wird als Bestimmungsstück der Menschen begriffen. Geht sie verloren, gehen die Verlierer gleich mit.

Einerseits ist der Trend zu weniger Beschäftigung ja durchaus erfreulich, andererseits ist gerade die Arbeitslosigkeit für immer mehr Menschen mit Deklassierung und sozialem Abstieg verbunden. Arbeitslosigkeit meint nämlich Entwertung der Ware Arbeitskraft und was das für die Betroffenen bedeutet, wissen nicht nur jene, die diese Erfahrung schon machen mussten. In einer Gesellschaft die vom Wert und seinen Werten geprägt ist, ist das ein Unglück.

Was bedeutet Arbeitslosigkeit für die von der Arbeit Ausgeschlossenen? Wie reagieren sie, ihre Umgebung und die öffentlichen Institutionen und Instanzen?

Wie wird Abseitslosigkeit empfunden? Was bedeuten die Drangsalierungen, seien sie frontaler oder mentaler Natur.

Was bedeutet Arbeitsmarktservice und Arbeitsmarktpolitik? Oder Standort? Wie sind diverse Maßnahmen einzuschätzen? Sind sie mehr als Versprechungen und Drohungen?

Warum Arbeit? Was bedeutet Recht auf Arbeit? Was bedeutet Arbeitspflicht? Hängen sie zusammen?

Was können Gewerkschaften heute noch bewirken? Warum stauen sich die Reformen und werden trotzdem gefordert? Können wir uns Konstruktivität noch leisten?

Welche Rolle spielt die Rassifizierung sozialer Konkurrenz durch den Kampf um die rarer werdenden Arbeitsplätze in den westlich Industriegesellschaften?

Wie man schon vermutet, ist Arbeit! nicht die Antwort auf unsere Frage, sondern Grund für eine Absage. Was wir uns bisher so alles dazu gedacht haben, findet sich hier:
www.streifzuege.org/thema/arbeit-arbeitslosigkeit
Dogmatisch halten wir es nach wie vor mit Großvater Karl, der seiner Arbeiterbewegung vorschlug: „Statt des konservativen Mottos: „Ein gerechter Tagelohn für ein gerechtes Tagewerk!“, sollte sie auf ihr Banner die revolutionäre Losung schreiben: „Nieder mit dem Lohnsystem!“ (MEW 16, S. 152)

Artikelvorschläge bitte ab sofort an die Redaktion redaktion-at-streifzuege.org (zur Vermeidung von Spam “@” durch -at- ersetzt)).
Ab geplanten 12.000 Zeichen (2 Seiten) ersuchen wir um einen kurzen Abstract: etwa 1200 Zeichen, plus Angabe wie viele es letztlich werden sollen.
Folgende Textsorten stehen zur Verfügung:
* 2000 Zeichen abwärts,
* Rezens eines Buches (1600 Zeichen),
* Aufriss (1 Seite mit bis 6.000 Zeichen),
* Essay (2 oder 3 Seiten mit 12.000 bzw. 18.000 Zeichen Obergrenze) oder
* Abhandlung (auf 4 oder 5 Seiten mit 24.000 bzw 31.000 Zeichen Limit)
Genaue Modalitäten zu Textsorten und -länge siehe:
www.streifzuege.org/hinweise-fuer-autorinnen

Die fertigen Aufsätze sind bis zum vereinbarten Termin, aber spätestens bis 17. Oktober 2017 an uns zu senden.

Die Ausgabe wird betreut von Franz Schandl

0 Kommentare

Dein Kommentar

Felder mit Sternchen (*) sind Pflichtfelder. Die E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.




top