Liebe Leute: Allein hier zu schreiben, dass wir ein Leben ohne Geld wollen, kostet welches. Wer unsere Texte mag, soll dazu beitragen, dass sie hier (ent)stehen können. Wenn wer sich’s leisten kann. Eh klar. Dann aber seid so lieb: Her mit der Marie! Löst uns aus!

Geldlose Gesellschaft – Alternative zum Kapitalismus mit Verfallsdatum?

16 Aug 2011

von Thomas Herzig

Ist die geldlose Gesellschaft letztlich die Befreiung von allen Unzulänglichkeiten des Geldsystems oder bloß eine unerfüllbare Utopie? fragt Leser Thomas Herzig in einem Artikel für die Online-Ausgabe der Tageszeitung „Der Standard“, den wir hier mit Erlaubnis des Autors wiedergeben.

In der Startrek Folge „Die Neutrale Zone“ findet die Besatzung der Enterprise einen eingefrorenen Finanzinvestor aus dem beginnenden 21.Jahrhundert. Nachdem er wiederbelebt wurde, besteht dessen größte Sorge darin, dass er seiner Anwaltskanzlei melden muss, dass er immer noch lebt – als Besitzer seines Portfolios. Denn nach seiner Vermutung müsste sich sein veranlagtes Vermögen innerhalb dreier Jahrhunderte wohl gigantisch vervielfacht haben.

Kundige wissen allerdings, dass die Menschheit im Startrek-Universum ohne Geld lebt. Es herrscht kein materieller Mangel, und jeder arbeitet Zwecks innerer Erfüllung für das Allgemeinwohl.

Ist die geldlose Gesellschaft letztlich die Befreiung von allen Unzulänglichkeiten des Geldsystems oder bloß eine unerfüllbare Utopie?

Zunächst einmal ist die geldlose Gesellschaft gar keine Utopie. Sie hat seit dem Erscheinen des Homo Sapiens vor ca. 160.000 Jahren die meiste Zeit nachhaltig funktioniert.

Was ist Geld nun tatsächlich?

Es ist zB. ein universelles Mittel für den Austausch von Waren und Dienstleistungen. Geld ist aber vor allem auch das wesentliche Antriebsmittel aller wirtschaftlichen Tätigkeit: Jeder Lohnarbeiter muss es „verdienen“ um zu überleben. Er vermietet im Austausch gegen Geld seine Lebenszeit, seinen Körper, seine intellektuellen Fähigkeiten und seine Loyalität.

Andererseits können die Kontrolleure des Geldes bestimmen, welche Waren produziert werden, welche Dienstleistungen erbracht werden, und wer einen Arbeitsplatz und somit Einkommen hat.

Geld ist zum Wertemaßstab für nahezu alles geworden: Zeit, Arbeit, Waren, Unternehmen, Land, sogar Tiere und Pflanzen, und teilweise auch Menschen. Materieller Reichtum ist neben der sexuellen Attraktivität schlichtweg DAS Kriterium nach dem Menschen innerhalb der sozialen Hierarchie eingestuft werden.

Somit ist es heutzutage kaum noch vorstellbar, dass Menschen ohne Geldanreiz zu hohen Leistungen oder überhaupt zu einer nützlichen Tätigkeit zu motivieren wären.

Motivation ohne Geld

Was aber ist es dann, was sämtliche geldfreien Geschöpfe der Natur zu Höchstleistungen antreibt, und es ihnen somit ermöglicht, durch sozialen Zusammenhalt in einer rauen Umgebung zu überleben?

  1. Der eigene Überlebenswille, Nahrung und Unterkunft für sich selbst zu suchen
  2. Die emotionelle Bindung zu den anderen Mitgliedern der sozialen Gemeinschaft. Altruismus ist durchaus eine natürliche Veranlagung, die sogar bis zur Aufopferung führen kann. (Pjotr Kropotkin „Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt“)
  3. Die Natur hat ihre Geschöpfe mit Trieben und Gefühlen ausgestattet, welche (überlebens)notwendige Verhaltensweisen mit Lustgewinn verbinden

So empfindet z.B. eine Katze das Mäuse-Fangen nicht als lästige Arbeit oder Pflicht, sondern sie empfindet Lust und Freude daran. Ebenso bereitet freiwilliger Sex Lust, obgleich er mit körperlicher Anstrengung und Proteinverlust verbunden ist.

Wie würden also die Mitglieder einer geldlosen Gesellschaft freiwillig einen ausreichenden Beitrag leisten und gleichzeitig nicht zu viele Konsumgüter für sich selbst beanspruchen?

Wenn sämtliche Konsumgüter für jeden beliebig und ohne Gegenleistung verfügbar wären, würde deren überdurchschnittlicher Besitz auch nicht zum sozialen Prestige beitragen.

Würde jemand einen Palast für sich alleine nutzen wollen, würde er dafür nicht bewundert, sondern eher als „gierig“ missachtet werden. Finanziell bedürftiges Reinigungspersonal wäre in der geldlosen Gesellschaft für solche Luxusbehausungen nicht zu finden. Somit würde tendenziell jeder nur soviel für sich selbst beanspruchen, als er auch selbst erhalten und bewirtschaften kann.

Motivation zur Arbeit

Die Motivation zur Arbeitsleistung wäre, sich an Projekten zu beteiligen, welche im Einklang mit dem eigenen Weltbild etwas Positives für die Gesellschaft und Umwelt bewirken. Der Lohn hierfür bestünde nicht in Geld, sondern in der Zuneigung und Anerkennung der anderen Mitglieder innerhalb der sozialen Gemeinschaft.

Das läuft in der Natur ebenso: Ein besonders erfolgreicher Jäger wird in der Gruppe hohes Ansehen genießen und vielleicht auch überdurchschnittlich viele paarungswillige Weibchen vorfinden, aber er wird stets die Beute mit dem gesamten Rudel teilen.

In einer freien geldlosen Gesellschaft wäre auch der Steuerungseffekt für wirtschaftliche Tätigkeit ganz anders. Nehmen wir als Beispiel zwei optionale Wirtschaftprojekte:

Das eine Projekt wäre ein Spital in Afrika zu bauen; das andere Waffen für einen afrikanischen Diktator zu produzieren.

Ein profitorientierter Investor würde natürlich die Waffenproduktion finanzieren und nicht das Spital, dessen potenzielle Patienten, anders als der Diktator, kaum über nennenswerte Kaufkraft verfügen. Auch fänden sich problemlos Firmen und Arbeiter, welche die Waffen für Geld produzieren.

In einer geldlosen Gesellschaft hingegen müssten freiwillige Mitarbeiter und Lieferanten vom allgemeinen Nutzen des Projekts begeistert werden; und hier würde vermutlich die Entscheidung zu Gunsten des Spitals ausgehen.

Wer macht freiwillig all die unangenehmen Arbeiten?

In unserem heutigen System finden sich genügend Menschen, die aufgrund ihrer finanziellen Situation genötigt sind mühsame, monotone, oder auch unangenehme Arbeiten gegen geringe Entlohnung zu verrichten, und zusätzlich das damit verbundene niedrige soziale Prestige zu erdulden.

Eine geldlose Gesellschaft stünde daher vor folgenden Herausforderungen:

  1. unangenehme Arbeiten durch technischen und organisatorischen Fortschritt weg zu rationalisieren
  2. Anreize zu schaffen, solche Tätigkeiten doch attraktiver zu machen, oder in irgendeiner Weise besonders zu belohnen. Oder auch die Mitglieder der Gesellschaft zeitweise zur Verrichtung dieser Tätigkeiten zu verpflichten, ähnlich wie derzeit junge Männer verpflichtet werden, 8 Monate Militärdienst oder Zivildienst abzuleisten

Mit dem Wegfall des Geldes würden auch eine Menge Arbeiten wegfallen

Sämtliche Jobs in der Finanzbranche und Buchhaltung wären überflüssig. Ebenso wäre Werbung großteils unnötig. Juristen und Exekutive wären sehr stark entlastet, da die meisten Verbrechen und Rechtsstreitigkeiten mit Geld bzw. Eigentumsdelikten in Zusammenhang stehen. Der Aufwand für Handel könnte erheblich reduziert werden, da in der geldlosen Gesellschaft Geschäfte bloß noch Warenverteilungszentren wären.

Eine Industrie, welche nicht das vorrangige Ziel hat, Umsatz, Marktanteile und Gewinne zu erzielen, könnte es sich leisten, weniger aber dafür langlebigere Produkte zu produzieren.

Wenn wir diese Faktoren allesamt mit einbeziehen, so könnte zumindest 50% allen heutigen Arbeitsaufwandes eingespart werden, ohne dass dies eine Minderung des materiellen Lebensstandards zur Folge hätte.

Verteilung knapper Güter ohne Geld

Dies betrifft vor allem: Land, Energie Ressourcen, Rohstoffe, Pflanzen und Tiere

Dies ist ein Problem, dem sich die geldgetriebene Gesellschaft ebenso stellen muss. Ist es besser und gerechter, dass die Kaufkraft entscheidet, wer wie viel bekommt, anstatt nach Verfügbarkeit und Bedarf zu verteilen?

Ist Geld überhaupt ein geeignetes Steuerungsinstrument, um zu sparsamen und sorgsamen Umgang mit knappen Ressourcen zu motivieren? Unser stets steigender Ressourcenverbrauch trotz deren erwiesener Knappheit widerspricht dem.

Eigentum

Das Eigentumsrecht ist, ebenso wie das Geld, eine Erfindung der neueren menschlichen Zivilisation. Es ist klar, dass jemand a priori das Eigentumsrecht an persönlichen Gegenständen hat, die der/die Betreffende selbst hergestellt hat. Aber welchen Beitrag hat irgendein Mensch an der Schaffung der Schätze der Natur gehabt?

Praktisch jeder Quadratmeter der Erdoberfläche mit all seinen darauf befindlichen Pflanzen und Tieren, jeder entdeckte Rohstoff , befindet sich im Eigentum irgendeines Menschen oder einer Rechtsperson. Aber mit welcher Berechtigung?

Wäre es daher nicht sinnvoller, die Schätze der Natur als Allgemeingut verantwortungsbewusst und nachhaltig zu nutzen, anstatt diese als Eigentum zu sehen? Wenn nur einige WENIGE die Eigentumsanrechte an Ressourcen haben, welche ALLE benötigen, so verschaffen die Verpachtung und der Verkauf dieser Ressourcen den Eigentümern Profit. Die anderen sind hingegen gezwungen, für die Eigentümer zu arbeiten, und sind von deren Wohlwollen abhängig.

Das Eigentum an Ressourcen funktioniert daher ähnlich wie das verzinste Geldvermögen. Sowohl die Ressourcen als auch das Geld werden für den Rest der Menschen knapp gehalten. Eine geldlose Gesellschaft müsste daher auch eine (zwar nicht besitzlose, aber) teilweise eigentumslose Gesellschaft sein.

Fazit

Wenn ich die Vision der Geldlosen Gesellschaft der derzeitigen Geldgetrieben Gesellschaft gegenüber stelle, so würde Erstere das Gute und Edle im Menschen ansprechen; anders als das Geld, welches Gier, Neid, Geiz, Egoismus und Misstrauen unter den Menschen erweckt.

Aber es gäbe auch einige große ungelöste Fragen bei der Umsetzung:

  • Wie soll der Übergang bzw. Systemwechsel ablaufen?
  • Muss das geldlose System global eingeführt werden, oder kann es innerhalb kleinerer Regionen autark existieren?
  • Wie viele Menschen soll und kann eine Solidargemeinschaft umfassen?
  • Können wir zB auch mit den Chinesen auf freiwilliger und unentgeltlicher Basis unsere Güter und Dienstleistungen teilen? Oder wird dann Außenhandel betrieben mit einem geldähnlichen Tauschmittel?
  • Inwieweit können Menschen, die bereits in der geldgetriebenen Gesellschaft sozialisiert wurden, umlernen, eigenverantwortlich und freiwillig für das Allgemeinwohl tätig zu sein?
  • Welche System-bewahrenden Widerstände von Personen und Institutionen wären zu erwarten?

Man kann diese Probleme aber auch als Herausforderung sehen: Alle bisherigen bahnbrechenden Erfindungen und Errungenschaften beruhen darauf, dass bis dato unlösbar scheinende Probleme durch neue Erkenntnisse und Denkansätze gelöst wurden. (Leser-Kommentar, Thomas Herzig, derStandard.at, 11.8.2011)

Autor

Thomas Herzig, geboren 1965, arbeitet als Architekt/ Erfinder/ Unternehmer, er ist spezialisiert auf aufblasbare Gebäude, Möbel und Skulpturen.
Web: http://www.pneumocell.com

21 Kommentare

 Kommentare

  1. 1 Helmut Schwenke meinte am 19. August 2011, 11:56 Uhr

    Meiner Ansicht nach bietet sich aus verschiedenen Gründen die Gemeindenebene als Basiszelle an, wenn es darum gehen sollte, den zu erwartenden gesellschaftlichen Friktionen eine geldlose (?!) Organisierung entgegen zu setzen. Dort existiert immer noch gemeinwirtschaftliche Erfahrung gekoppelt mit familiären Verbundenheiten.
    Überschaubarkeit und Landnähe könnten auf dieser Ebene am ehesten verschüttete praktische Vernunft neu erblühen lassen.

  2. 2 Bernd meinte am 20. August 2011, 01:08 Uhr

    @ Helmut Schwenke: stimme ich zu. Und ich finde, wir sollten bald damit anfangen.

  3. 3 Andreas Exner meinte am 22. August 2011, 12:17 Uhr

    @helmut und bernd: denke ich auch. die transition town bewegung, die, könnte man meinen, einen ansatzpunkt bietet, ist dafür leider nicht gebrauchen, so wie es momentan aussieht. zu sehr ist dort alles dem bestehenden verhaftet, man findet keinen einstieg. wo also sonst ansetzen? vielleicht in initiativen, die zuerst herrschaftsförmig die finanzierungsnöte der gemeinden zu bearbeiten suchen, indem sie gemeindeaufgaben an die bürgerinnen und bürger auslagern? man könnte diesen trend auch als eine öffnung von feldern der selbstorganisation sehen, wenn man sie nur zu besetzen und auszuweiten wüsste. vielleicht wären auch ressourcenpools lokaler wirtschaftsunternehmen denkbar, bestenfalls von kooperativen, aber die gibt es kaum. zum beispiel: eine reihe von betrieben investiert in maßnahmen der energieeffizienzsteigerung und füttert die ersparten kosten in einen pool, der ein autonomes stadtteilzentrum aufbaut.

    man muss kreisläufe der geldlosen zirkulation aufbauen und sichern.

    ich kann mir nicht vorstellen, dass der kapitalismus w.o. gibt, wenn die freie software-produktion oder ähnliche gratisproduktion zunimmt. vielmehr ginge es m.e. darum, synergetische kreisläufe teilweise geldloser produktion und verteilung zu finden und aufzubauen.

    so etwa: gemeinschaftsgärten geben essen gratis an schulen ab, die kinder in den praktiken des gemeinschaftlichen gärtnerns unterrichten und in den gärten mitarbeiten lassen.

    oder: kooperativen teilen sich software oder wissen und agieren immer mehr als übergreifende wirtschaftseinheit.

    oder: eine gewerkschaft setzt ihre streikkasse für strategische käufe von betrieben ein, die sie der geldzirkulation entzieht, vermehrte arbeitskämpfe führt, was zu vermehrten bankrotten und erneuerten gelegenheiten der betriebsübernahme durch kauf oder besetzung führt.

    oder: kooperativen geben gratis dienstleistungen u.ä. an stadtteilzentren oder andere organisationen ab, die ihnen helfen, ihre betriebe zu verteidigen und weiter zu entwickeln.

    so viele linkages wären möglich und notwendig: hier ist eine illustration möglicher knotenpunkte: http://vivirbien.mediavirus.org/

    aber wo am besten anfangen, wenn kein bewusstsein der notwendig, eine demonetarisierung einzuleiten, herrscht?

  4. 4 Bernd meinte am 30. August 2011, 22:22 Uhr

    @ Andreas: Ich meine, das Bewusstsein der Notwendigkeit der Demonetarisierung (oder was ich propagiere: die Abschaffung des Handels, was mAn. tiefgreifender ist und entsprechend auch den Tauschhandel und jede Art der gegenseitigen Aufrechnung und Bedingung von Leistungen einschließt) wird sich zunehmend einstellen, je mehr die Widersprüche zu Tage treten, je mehr die Politiker und Wirtschaftsführenden wie aufgeregte Hühner ein Geldloch aufreißen, um ein anderes, größeres damit zu stopfen suchen.

    Auch der „Durchschnittsbürger“ (möchte ich diese Menschen jetzt mal nennen), spüren immer mehr, dass das alles nur noch Ausreden sind und keiner wirklich eine Ahnung hat. Ich meine, das Bewusstsein kommt langsam, aber es kommt.
    Und ich meine, es wird ein Moment kommen, in dem wir mit Lösungen (nicht mit perfekten, aber mit praktikablen und gelebten möglichen, mit Rahmenbedingungen) aufwarten können sollten. Beispiele, bei denen die Menschen, auch und vor allem die, welche sich noch nie mit (anderen) ‚Lebensweisen‘ beschäftigt haben, sehen, wie man ohne Geld leben, sich versorgen kann. Wie man ohne Geld und ohne Handel sogar einen höheren Lebensstandard erreichen kann, als ihn der Handel jemals bieten könnte, und zwar für ausnahmslos alle Menschen, die sich beteiligen wollen: nämlich mit (z. B. den von Dir beschrieben bzw. auf dem Link erwähnten) Projekten, die mit weiteren ergänzt, es ermöglichen, dass sich diese Projekte untereinander versorgen, geldlos und handelsfrei, und sich so von diesen lösen.

    Den Beginn sehe ich (und darin sollte, finde ich, das Hauptaugenmerk liegen) in den wichtigsten Grundbedürfnissen, den Existenzbedürfnissen: Wohnung und Nahrung. Ersteres dürfte schwieriger sein, letzteres wird teilweise für die Subsistenz schon praktiziert und durchgeführt. Einiges läuft auch schon als Sozialprojekt wie z. B. die Wiener Tafel, das jedoch keinen politischen Anspruch hat.

    Ich würde gerne aus dieser Suppe von Einzelprojekten (so mein Eindruck) ein strukturiertes Ganzes machen, innerhalb dessen es möglich ist, so weit wie möglich ohne Geld und Handel zu leben und einen Beitrag zu leisten. So wäre z. B. meine Vorstellung, dass die Gemeinschaftsgärten nicht nur für sich selbst produzieren sondern vielleicht ein bisschen mehr, um Menschen zu versorgen, die keinen Garten haben oder sich nicht beteiligen können oder wollen, sich aber sonst in die Gesamtgemeinschaft einbringen. So mein Gedankengang.

  5. 5 Helmut Schwenke meinte am 3. September 2011, 11:01 Uhr

    Freue mich über die Resonanz auf meine wenigen Sätze. Hab im Moment eigentlich keine große Lust, etwas zu texten. Dummerweise allzuviel Arbeit und dann noch der Chardonnay von gestern Abend … Aber sei es drum.
    Weit über den Kreis der Wertkritischen hinaus herrscht die Ansicht, dass da etwas gewaltig gegen die Wand fährt. Auch ohne viel von der marxschen Voraussicht zu wissen, lassen die aktuellen Nachrichten über das Innen“leben“ der Geldwelt durchaus Bedrohliches befürchten. Wird sich die Staatlichkeit schrittweise auflösen oder sie nochmals, wenn auch dann wohl nur für kurze Zeit, seine Zähne zeigen können, um zu versuchen, das obsolete Privateigentum zu retten?
    Wie auch immer – weicht bei dieser Aussicht meine ursprüngliche Sensationslust doch mehr und mehr der Sorge. Und Letztere beschränkt sich nicht allein auf meinen Magen. Der allein würde den Geisteswandel nicht richtungsweisend beflügeln. Vergessen wir nicht die Kinder bzw. die nächste Generation!

    War im August im Rahmen einer Radtour in meiner Hometown (Selm in Westfalen). Als Provinzflüchtling sind da durchaus widerstrebende Empfindungen am Werke. Unterm Strich aber dominierte die Neigung, mich auf das alte Umfeld, dass ja (so wie ich) nicht mehr das gleiche ist, ein zu lassen. Das klingt zugegeben sehr subjektivistisch.

    Sollte der falsche Schein (wegen der Dollarzeichen im Auge) notwendigerweise zerreißen, bleibt vielleicht nur die Großstadtflucht. Wird man sehen.
    Im Gepäck werde ich dann wohl keine Banknoten mitführen.

    Das richtige Timing lässt sich von den Zeiten jedoch sicher nicht ganz trennen (Hallo Bernd!).

    Vielleicht bis zum nächsten Gartenfest.

  6. 6 Wenn ich einmal reich wär’ meinte am 1. Oktober 2011, 11:23 Uhr

    […] Geldlose Gesellschaft – Alternative zum Kapitalismus mit … […]

  7. 7 Hypnose Hexen meinte am 24. März 2012, 13:27 Uhr

    Hypnose Hexen…

    Geldlose Gesellschaft – Alternative zum Kapitalismus mit Verfallsdatum? – Streifzüge – Magazinierte Transformationslust…

  8. 8 Fluch-Magie meinte am 25. März 2012, 09:24 Uhr

    Fluch-Magie…

    Geldlose Gesellschaft – Alternative zum Kapitalismus mit Verfallsdatum? – Streifzüge – Magazinierte Transformationslust…

  9. 9 Hellseher meinte am 25. März 2012, 19:52 Uhr

    Hellseher…

    Geldlose Gesellschaft – Alternative zum Kapitalismus mit Verfallsdatum? – Streifzüge – Magazinierte Transformationslust…

  10. 10 Mitglied der Phönix-Gruppe meinte am 30. März 2013, 18:22 Uhr

    Einleitend will ich mich schonmal für viele Rechtschreibfehler entschuldigen, mußte das schnell schreiben und habe außerdem so meine Probleme damit*zwinker*.

    Ich gehöre seid jahren einer Bewegung an die sich für einen Grundlegenden Wandel der Menschlichen Gesellschaft einsetzt. Eine geldlose Welt gehört ebenso dazu, und sehr viel von dem was in diesem Artikel erläutert wird ist in unseren Statuten zu finden.

    Unsere Hauptziele:

    1) Abschaffung von Geld und jeder art von (Tausch)Handel
    2) Befreiung des Menschen von Machtstruckturen wie die Nationale organisierung von Gesellschaften (Abschaffung von Machtbereichen und Grenzen)
    3) Sichern einer für alle geltenden Grundversorgung mit Nahrung/Lebensraum/Gesundheitsversorgung/Bildung/Information….usw.

    Im Zusammenhang mit dem schon geschriebenen hier verzichte ich mal darauf es zu widerholen und beschäftige mich mit volgenden Gedanken:

    a) Was wird vorraussichtlich mit unserer jetzigen Welt Geschehen?
    b) wie Kann ein Umdenken in den Köpfen der breiten Masse erreicht werden?
    c) Was wird bald in Deutschland geschehen…?

    Zu A:
    Ich sehe Im Ganzen zwei Wahrscheinliche Szenarien die sich natürlich Inhaltlich auch noch ändern können.
    Zum einen die Crash-Theorie: Geld hat eine Teuflische Eigenschaft, egal ob „Virtuell“ an Börsen oder in natura als Dollar und Münze, nämlich die das es eine Mathematische Größe ist. Es ist also da oder eben nicht. Es mag sein daß jemand oder eine Organisation oder Firma kurzfristig Geld Verlagern kann (Ausgeben, Horten) um neue Errungenschaften der Welt zukommenzulassen. Aber wo genommen wird, so ist Mathematik, entsteht ein Loch welches sich nicht durch Tricks Stopfen Läßt. Und da Geld Immer mit Einfluß und Macht verbunden ist, erleben wir Täglich die Folgen: Dijenigen die das Meiste an Beidem Haben verlagern das Loch immer weiter nach unten in der Gesellschaftlichen Hierarchie und das Trifft am ende die die am Wenigsten Haben.
    ABER: So Fünktioniert es nur eine Zeitlang. Mag sein daß sich die Reichen der Welt momentan noch Ruhig zurücklehnen können. Nur wollen oder Können diese Menschen nicht wahrhaben daß auch sie Abhängige sind. Es wird nämlich schon in den Nächsten Jahrzenten wahrscheinlich sein, daß diesen Leuten die Geldquelle (Nämlich wir, der Großteil der Menschen) versiegt, da den meisten schlicht und ergreifend das Geld fehlen wird um die Teure Konsum-Industrie zu finanzieren. Wir erleben schon heute Täglich wie sich teile des Systems Gegenseitig Fressen, bis es sich selbst vernichtet hat. Die Folgen…

    Hunger und Armut unter den meisten, einige wenige sitzen (Noch) auf ihrem Wohlstand.

    Zusammenbruch der Geldmärkte (Börsencrash) im Globalen Maßstab.

    Zusammenbruch Sozialer Struckturen (Regierungen,Staaten,Organisationen)

    Verlust aller uns als Menschen wichtigen Werte wie Mitgefühl und Gegenseitige Hilfe usw. die Folge ist Totale Anarchie

    Am ende Werden Krankheiten, Seuchen und Hunger den rest erledigen, wenn nicht auch Massenhafte Unruhen und Kriege alles Beschleunigen.

    ……..
    Zum anderen der Letzte Krieg: Gerade wir in Europa fühlen uns sehr sicher, kein land hat hier, so scheint es interesse, Gebiete oder Prestige zu erobern, weder Innerhalb noch Außerhalb Europas. Aber auch wenn es die Meisten Menschen nicht Wahrhaben wollen, die welt ist nicht mehr die gleiche wie vor über 150 Jahren wo es noch um solche dinge ging. Heute bewegen Nationen andere dinge unter (Gegen) einander: Recourcen! So einfache dinge wie Wasser und Ackerland können es sein, Oder Fossile Energiequellen.
    Von wo wenn (zumindest nicht direkt) nicht von uns Europäern aus Droht denn die Gefahr?
    In Meinem Beispiel hier Ist es China und seine Verbündeten und Russland. Ich verfolge schon seid Längerem mit Großer sorge die entwicklungen zwischen Russland und Europa. Europa ist Abhängig von Russischem Erdgas und Erdöl und China ist ein Riesiger Stetig Wachsender wirtschaftlicher Moloch der auf Russische Bodenschätze und europäische Industrie schielt. Die setzen uns jetzt schon massiv unter druck, drohen Europäischen Staaten ganz offen, wenn diese Chinesische Waren nicht zu Chinesischen Bedingungen hineinlassen.China besäße durchaus die Mittel und eine Riesige Bevölkerung (Soldaten) um einen Militärischen Weg zu gehen. So Könnte es Geschehen daß China Europäische Staaten Besetzt und eine von ihnen Kontrollierte Wirtschaft in ihnen Erzwingt (Protektorate), und bei aller Liebe: Mag sein daß die NATO noch so gut Ausgebildete Streitkräfte hat, aber China ist einfach in der Masse überlegen. Auch Russland zu Kontrollieren wäre nicht so abwegig wie man denken mag, es ist ja zum großteil einfach weite Fläche und zudem Technisch-Militärisch auch meist veraltet.
    Was Fehlt dann noch?….Jemand der Macht-und Geldgier mit Wahnsinn vereint und irgendwo einen Knopf drückt und der Menschheit die Segnungen des Atomzeitalters überbringt….

    ZU B:
    Was Müßte für ein radikales umdenken geschehen? Der eine Weg (der den wir auch bevorzugen) ist der des gemächlichen Umbruchs. Man sollte schon Früh beginnen Menschen zu vermitteln daß nicht Besitz und Erfolg das wichtigste ist sondern das Leben! Wenn wir Kleine erste schritte tun, Kleine Gruppen bilden die versuchen so gut es geht ohne Handel Versorgung hinzubekommen und wenns nur teilweise ist, dann werden sich die Vorteile davon herumsprechen und es wird mehr werden. Und irgendwann könnte der Mensch gelernt haben, daß er viel Schneller und besser zu seinem Ziel kommt als vorher. Einiges wurde hier schon genannt: Man könnte anfangen sich gegen Machenschaften der Industrie als geschlossene gruppe zu wehren, anlagen komplett besetzen(Taktisch, zb. Nahrungsmittelproduktion). Man könnte in Schulen und Universitäten Workshops und größer angelegte vorträge darüber halten, warum der verzicht auf Ervolgsstreben besser für die zukunft ist als Kurzfristiger gewinn usw. Man überlege mal: Der Mensch will zum Mars! Die ersten Technologien existieren bereits dafür, aber es ist so Teuer…sonst wären wir schon längst da, einfach weil es unser antrieb ist neues zu entdecken.

    Leider sehen wir uns momentan in der Gesamtheit aber eher in der Lage, daß Möglicherweise auch sehr Harte Lernprozesse über uns kommen werden, sei es durch not oder Zwang. Durchaus nicht zu vernachlässigen ist ja auch die Gegenseite. Denkbar wäre zb. das Teile der Deutschen Bevölkerung sich entscheiden in Geldlosen Komunen zu Leben und sich in der Konsequenz auch weigern Steuern zu zahlen. Was Dann? Drohungen und Repressalien seitens Berlins? Gar Bürgerkrieg?
    Leiderleider sieht die wirtschaftliche und Soziale lage momentan so aus als wäre das durchaus möglich, und wer glaubt daß es hier je Besser wird mit diesem System aus Lügen und Macht, der hat Illusionen, egal wie gut seine Ausbildung in sachen Geld und Wirtschaft ist.

    ZU C:
    Kurz und knapp. Ich sehe große gefahren auf uns zukommen MIT Geld.

    Die Sozialen Spannungen und Spaltungen in Deutschland und Europa werden in den nächsten 20-30 Jahren ausmaße annehmen, das Bürgerkriege, Politische Umstürze, ja sogar Diktaturähnliche Systeme sehr Wahrscheinlich werden. Und ganz ehrlich, ich will nicht in einem Zukünftigen Deutschland Leben wo wieder Hakenkreuze oder ähnliches zum Stadtbild gehören. Wer mir nicht glauben mag weil es sich zu gruselig anhört, dem sei gesagt: Wir wissen einige dinge die in Berliner Schubladen liegen, Pläne und ideen die NICHT zu einem Demokratischen Deutschland Passen und die man Totschweigt weil sie so brisant sind. Da wären zb. Pläne für die Zwangsunterbringung von Menschen die heute unter der Armutsgrenze leben (Arbeitslose, empfänger von Transferleistungen im allgemeinen). Man Stelle sich vor: Man errichtet in jeder stadt eine oder Mehr „Siedlungen“ um die dann unzähligen quasi Mittellosen unterzubringen, baut Stacheldraht und so weiter darum auf. Die Zahlungen von heute gibt es nicht mehr. Die Insassen werden zur arbeit herangezogen und erhalten im gegenzug das was man heute die zum Leben notwendige Mindestversorgung nennt, nur noch knapper, und wehe man täte dann nicht arbeiten wollen, dann droht knast, als wäre das ein unterschied….denn ohne Geld könnten diese Menschen ja nirgends hin, keine Wohnung Mieten, sich nicht mal einen Kaffe in der Imbissbude bestellen. Und in der Öffentlichkeit hieße es dann:“Die Bekommen doch alles in ihren Heimen, die sind doch nur verpflichtet UNS eine gegenleistung in form von arbeit zu erbringen und so haben die auch eine Beschäftigung…“

    Darum werde ich mich immer Gegen eine Welt mit Geld entscheiden.
    Natürlich weiß ich das diese ausführungen hier nicht alle unsere Meinungen und Ideen beinhalten und nur einen Kleinen abriß des ganzen darstellen.

  11. 11 Der Weg zur Knechtschaft – Teil 2 | Akademie Integra meinte am 28. Mai 2013, 11:14 Uhr

    […] Originaltext […]

  12. 12 Sascha meinte am 6. April 2015, 21:10 Uhr

    Ich wollte mal sagen, das ich es sehr aufregend finde was hier geschrieben wird. Ich sehe es auch so, das ein geldloses Zusammenleben von Völkern die Zukunft ist und uns nur Vorteile bietet und es Menschliche Disziplin abfordert um alte gewohnheiten abzulösen. Es lässt sich eine gute wie zugleich auch schlechte Entwiklung beobachten, an denen man schon erahnen kann wohin das in Zukunft führt. Die zunehmende technische Aufrüstung von Unternehmen um Arbeitskräfte zu sparen und noch mehr Geld zu machen, in noch kleineren Zeiträumen, ist eine sehr wirtschaftliche Sache und führt zu immer mehr arbeitslosigkeit. Ob die Kapitalisten wollen oder nicht, sie werden das so in angriff nehmen müssen und Arbeitsplätze abbauen. Das läuft wie man in den Arbeitslosen Statistiken und ausbauten von Firmen sehen kann, sehr erfolgreich und wächst stetig an. Das bedeutet das somit der Kapitalismus ein Ende hat und es muss zwangsläufig zu einer Revolution kommen. Solange kein Krieg kommt der uns nach hinten schmeißt und wieder ein Wirtschaftsboom auslöst. Aber auch unsere Güter die zum Verkauf angeboten werden, tragen zum Ende des Kapitalismusses bei. Immer mehr Funktionen in einem Gerät führt natürlich dazu das immer weniger andere Geräte gebaut werden müssen. Der Spruch: „wenn eine Branche zu geht, öffnet sich woanders eine neue“ ist nicht wahr. Neben der Zusammenfassung von Produkten kommt auch noch das ausreifen von Produkten hinzu. Denn wer kauft schon Sachen die keine Verbesserung zum alten Gerät darstellen. Diesen Fall beobachten wir unter anderem in Zukunft bei den Bildschirmen. Wenn die oled Bildschirmprobleme beseitig sind und die Auflösung hoch genug geschraubt wurde, weit ist es nicht mehr hin, können nur noch kleine spielerrein als Verkaufsargument in betracht gezogen werden. ein neuer Schritt wäre das Hologramm. Allerdings ist die technologie sagen wir mal nicht wirklich brauchbar und wird auch noch lange Zeit ein Problem darstellen um zeitnahe die oled bildschirme abzulösen. So ergeht es auch anderen Produkten. Um also nochmal auf das Thema zurückzukommen. Es ist eine wichtige Sache das wir uns darüber gedanken machen, wie wir unser Leben ohne Geld aufbauen, denn das kommt ohne weiteres auf uns zu. Wenn die Menschen erst mal erkennen das die Menschlichkeit wieder mehr an Wert gewinnt und es nicht mehr Ziel ist sich gegenseitig auszustechen und im wettbewerb zu stehen, werden bestimmt die bedenken immer kleiner.

    Was denk ihr darüber? Findet ihr die Gedankengänge zu überspitzt oder könnt ihr euch das vorstellen, das die Wirtschaft sich ihr eigenes Grab schaufelt.

  13. 13 Sonne Sein meinte am 24. Juli 2015, 20:23 Uhr

    Der einzige Weg, der mir einfällt ist einfach und genial: Bedingungslose Liebe.

    Wenn der einzelne Mensch bedingungslos liebt – also frei von Ängsten ist – dann wird es automatisch zu der Veränderung kommen. Das Hauptziel eines jeden Menschen sollte sein, bedingungslos zu lieben – also angstfrei zu sein – denn damit so ein System zeitnah verlässlich funktioniert, müssen Menschen sich verändern. Und Veränderung kann nur von innen heraus kommen. Daher sollte unser Ziel sein, angstfrei zu sein und das vorzuleben. Der Rest ergibt sich automatisch.

    Dazu kann ich Thomas Campbell mit seinem Buch: „My Big TOE“ jedem rational denkenden Menschen stark empfehlen.

    Im Auftrag des Bewusstseins
    – Sonne Sein

  14. 14 Niemals freiwillig !! meinte am 27. August 2015, 14:02 Uhr

    Ganz gleich, welchen Vorschlag, welchen Text, welchen Gedanken die fleissigen Schreiber hier anschlagen und den Lesern hier eine Welt ohne Geld vorstellen lassen – Niemand auf der ganzen Welt wird sich dem Gedanken stellen, alle seine Besitztümer aufzugeben und der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Das kann aber gut sein, dass die Welt einmal so funktioniert. Dies wird wahrscheinlich auch in weiter oder absehbarer Zukunft einmal passieren – Ich hoffe dann, wenn ich nicht mehr auf dieser Welt bin. Nämlich dann, wenn die Welt wieder in einem Weltkrieg versinkt oder es auf dieser Erde ein grosses zerstörerisches Naturereignis geben wird und nach jenen Ereignissen die Welt wieder neu Strukturiert werden muss. Dann wenn alle oder der grösste Teil der Menschen im Elend liegt, werden die Menschen lernen umzudenken. Dann werden die Menschen lernen für einander da zu sein, alle bisher erlernte und gebaute Technologie für alle Menschen zur Verfügung zu stellen. Jedem.
    Und jeder kann sich diesen Film selber im Kopf ablaufen lassen. Viel Spass.

  15. 15 Rodolfo Stechero meinte am 16. September 2016, 09:40 Uhr

    Die Lösung ist denkbar einfach. Schauen wir sie uns bei den American Natives, den Indianern also, ab.
    Es gibt kein Geld mehr auf dieser Welt, überall; Punktum Schluss.
    Bestehendes Privateigentum bleibt Eigentum.
    Jeder auf dieser Welt ist zur Arbeit verpflichtet; seinen Beitrag zum gemeinschaftlichen Wohlergehen zu leisten, ganz nach seinen Fähigkeiten, Neigungen und Talenten.
    Aufgrund der alleinigen, messbaren Arbeitsleistung gibt es ein Punktesystem, welches staatlich kontrolliert wird und massgeblich entscheidend ist, wer in welchem Lebensstandard leben kann (den der Faule soll sehen, dass der Fleissige besser leben kann; er selbst das auch erreichen kann, wenn er dann will oder sich mit dem Erreichten zufrieden gibt).
    Es gibt keine minderen oder höher bewertete Arbeiten (der Raumpfleger, der Ananasbauer, der Schreiner, der Prostituierte, der Manager, der Schriftsteller, der Musiker; alle stehen auf der gleichen Stufe, bekommen genau gleich viel gemäss der erbrachten Leistung).
    Mit diesem System könnten enorme Leistungen erbracht werden (evolutionär wären wir in 50 Jahren mehr als 400 Jahre weiterentwickelt), alle hätten an einer starken Wohlfahrt Teil, kurzum es ginge allen gut,
    NUR EINEN HAKEN HAETTE DAS GANZE: MACHT LÄGE NUR NOCH IN DEN HAENDEN ALLER (STAAT), NICHT MEHR EINZELNER!!!
    Wollen die das?

  16. 16 Gerhard Kugler meinte am 24. September 2016, 07:31 Uhr

    Ich würde nicht jedes Geld-ähnliche Symbol ablehnen. Geld ist ja zunächst ein Symbol für ein Versprechen: Da du mir gerade irgend etwas (z.B. deine Arbeitszeit) gegeben hast, verspreche ich dir, dass du dafür „Gleichwertiges“ bekommst. In der Unübersehbarkeit der Austausche verselbständigt sich das Geld aber. Hinter dem Einlösen von Geld=Versprechen steht Staats-Macht. Absurd wird dann, dass das Geld mehr werden soll statt weniger. Versprechen verlieren über die Jahre und beteiligten Menschen ihre Gültigkeit. Kurz: Die mangelnde Überschaubakeit erzeugt eine verselbständigte Macht, die alles beherrscht.
    Regio-Gelder scheinen mir nicht diesen Nachteil zu haben. Irgendwann im Mittelalter gab es den Brauch, dass das Geld zu Ende des Jahres entwertet wurde. Im überschaubaren Rahmen kann noch mit Hilfe von Geld getauscht werden.
    Im Rahmen einer Zukunftsvision, die jetzt schon begonnen werden kann, schlage ich eine weitgehende Dezentralisierung vor: https://vimeo.com/169841129

    Gerhard Kugler

  17. 17 Sascha Wolf meinte am 2. Januar 2017, 18:08 Uhr

    Gibt es auch schon irgendwo in Deutschland so eine Gemeinschaft,der man sich anschließen kann?
    Ich hab keine Lust mehr den Sinnlosen Geld-Wahnsinn hier zu sehen oder mit zu machen.
    In meinen Augen ist das indirekte Versklavung.Es gibt hier nur Sklaven und Sklaventreiber und die meisten wollen Sklaventreiber sein. Ich würde lieber gern selbstversorgend und unabhänig leben.

  18. 18 Die neue Generation meinte am 29. März 2017, 12:06 Uhr

    Die Welt braucht einen Anfang, einen Gedankenstoß in die Richtung des unbrauchbaren Wertpapieres. Doch wo, wie und wann fängt man an ?

  19. 19 Die neue Generation meinte am 29. März 2017, 12:06 Uhr

    Die Welt braucht einen Anfang, einen Gedankenstoß in die Richtung des unbrauchbaren Wertpapieres. Doch wo, wie und wann fängt man an ?

  20. 20 Verteilung ohne Geld? — keimform.de meinte am 27. Juni 2017, 06:14 Uhr

    […] Thomas (2011). Geldlose Gesellschaft – Alternative zum Kapitalismus mit Verfallsdatum? URL: http://www.streifzuege.org/2011/geldlose-gesellschaft-alternative-zum-kapitalismus-mit-verfallsdatum…, Zugriff […]

  21. 21 stephan meinte am 24. August 2017, 09:45 Uhr

    Auch ich fände eine geldlose Gesellschaft mit ressourcensparendem Umgang und mehr Forschung und Raumfahrt sinnvoll. ABER: homo homini lupus: die Mächtigen und Reichen finden das leider nicht geil und wollen ihre Macht (Geld gibt Macht und ist somit äquivalent) behalten oder sogar ausbauen. Die werden das nicht zulassen, unter keinen Umständen. Dafür wenden sie klassische (Psycho)Tricks an, auf die leider die meisten reinfallen (z.B. spekuliere mit Aktien, dann wirst Du irgendwann auch so reich wie ich; spiele Lotto, dann brauchst du nie mehr arbeiten) oder sich wegen Neid/Überlebenskampf gegenseitig bekämpfen. Sie spalten immer die Masse in viele kleine Teile und spielen sie gegeneinander aus: Teile und Herrsche! Man wird eben auch heute noch hineingeboren in eine Kaste/Schicht: entweder in die Herrscher (Reiche) oder die Beherrschten (Arme). Der Mensch müsste sich von seinen „bösen“ Eigenschaften wie Neid oder Materialsmus trennen, um eine Gesellschaft ohne Geld und damit ohne Herrscher zu ermöglichen. Das wird wohl leider noch sehr lange dauern, schade!!!

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