Liebe Leute: Allein hier zu schreiben, dass wir ein Leben ohne Geld wollen, kostet welches. Wer unsere Texte mag, soll dazu beitragen, dass sie hier (ent)stehen können. Wenn wer sich’s leisten kann. Eh klar. Dann aber seid so lieb: Her mit der Marie! Löst uns aus!

Einlauf Streifzüge 72

26 Mrz 2018

von Petra Ziegler

Die aktuelle Ausgabe dreht sich ums „Ich“. Wer oder was spielt da Ich, fragen wir uns, bevor es gleich im ersten Anlauf verloren geht und uns drei Seiten weiter als Zwiebel erscheint. Was macht unser Wesen aus? Ist da was, oder bilden wir uns was ein?

Als „Ansammlungen von Partikeln der Natur“ (Stephen Hawking) haben wir das fragwürdige Kunststück zuwege gebracht, unsere – sagen wir – doch recht bemerkenswerten Potentiale und Fähigkeiten vermittels unserer selbstgeschaffenen zweiten Natur recht armselig zuzustutzen. Im bürgerlichen Gewand treiben wir es nur augenscheinlich bunt. Was uns so im Alltag begegnet sind mehr oder weniger mustergültige Subjekte: flexibel, anpassungsfähig, suchend, strebend, geschäftig von einer Rolle in die nächste wechselnd. Darüber, was es kosten kann, sein Ich zusammenzuhalten und von Menschen in Identitätskäfigen wird in diesem Heft zu lesen sein. Wer bin ich schon?, fragt sich Franz Schandl. Wer bin ich nicht? Wer wir freilich sein könnten, muss am Ende offen bleiben.

++

Ein Hinweis noch, zugleich eine Einladung: Lorenz Glatz hat aus seinen Reisen zu verlorenen Nachbarn. Die Juden von Wiesmath ein Buch gemacht. Am 14. Mai, 19:00 Uhr, liest er daraus im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Wien 1, Altes Rathaus).

1 Kommentar

 Kommentare

  1. 1 Granteln und Streifzuege meinte am 9. April 2018, 07:46 Uhr

    Interveiw mit eurem OB auf Spiegel-Online; nun wissen wir den Missmut der Streifzuege besser einzuordnen:
    „Häupl: Granteln ist Teil unserer Lebensqualität, das gehört zum Charakter des Wieners.“

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