Liebe Leute: Allein hier zu schreiben, dass wir ein Leben ohne Geld wollen, kostet welches. Wer unsere Texte mag, soll dazu beitragen, dass sie hier (ent)stehen können. Wenn wer sich’s leisten kann. Eh klar. Dann aber seid so lieb: Her mit der Marie! Löst uns aus!

Her mit den Trafos!

01 Jul 2004

Streifzüge 31/2004

KOLUMNE Unumgänglich

von Franz Schandl

Lassen wir die letzten Monate revue passieren, dann ist die erste Stufe des Um- und Ausbaus der Streifzüge zweifellos gelungen. Im April und Mai gab es folgewirksam mehr Neubestellungen als je zuvor. Mit 1. Juni liegen wir bei 252 Abos, das sind um 50 mehr als zum Vergleichsdatum des Vorjahrs. Auch die Mitgliedszahl im Transformationsclub der Streifzüge hat zugelegt, so um die 25 sind es jetzt. Das alles ist sehr erfreulich.

Vielleicht sollte man mal sagen, warum es einen Club mit der seltsamen Bezeichnung „Transformationsclub“ überhaupt gibt. Als wir in Wien im seligen Jahr 1995 die Satzung des „Kritischen Kreises“ bei der zuständigen Vereinsbehörde einreichten, teilte man uns amtlicherseits mit, dass der Titel zu wenig aussage, und forderte uns auf, in einem Untertitel den Zweck des Vereines doch genauer zu umschreiben. Das sei unumgänglich. Umgängliche Staats- und Schildbürger wie wir nun einmal sind, kamen wir diesem Wunsch prompt nach und tauften uns hochoffiziell „Kritischer Kreis – Verein für gesellschaftliche Transformationskunde“. So sind wir im Vereinsregister eingetragen und somit im Besitz eines gültigen Rechtstitels.

Nun war die Obrigkeit vollauf zufrieden mit uns und wusste über etwas Bescheid, von dem wir selbst nicht so genau Bescheid wussten. Seitdem wird Kritik eben als gesellschaftliche Transformationskunde betrieben. So sind wir, die Kritiker, halt Künder und Kundschafter der Transformation. Uns soll’s recht sein. Nur das Publikum wollen wir nicht unbedingt als Kunden haben, sondern als Kundgeber. Aber selbstverständlich probieren wir uns in der Elektrifizierung und versuchen ganze Sektoren unter Strom zu setzen. Was aber mit unserem kleinen Kraftwerk bisher nur in bescheidenem Ausmaße gelungen ist.

Als wir im Sommer 2000 darangingen, ein Streifzüge-Förderabo einzurichten, sollte dieses nicht einen faden Titel tragen. Was lag also näher, als einen Transformationsclub der Streifzüge zu begründen? Der funktioniert seitdem ganz gut. Dessen Mitglieder überweisen jährlich 100 bis 120 Euro (oder auch mehr) an den Kritischen Kreis, fördern so die Zeitschrift, ermöglichen uns einige kleinere Zuwendungen und helfen mit, den Preis des normalen Abos sehr niedrig zu halten. Dafür gebührt den Trafomenschen großer Dank.

Wir wollen nun aber, dass der Transformationsclub nicht nur gedeiht, sondern dass er prächtig floriere und wir mit ihm. Also fragen wir ganz dezent nach, ob nicht noch mehr AbonnentInnen in den illustren Club aufgenommen werden wollen. Vor allem für die finanzkräftigeren unter ihnen sollte die Aufbringung der genannten Summe doch ein Leichtes sein. Wir bitten also jene, die in solch komfortabler Lage sind, ihre Hochschätzung durch eine höhere monetäre Transformation zu unterstreichen. Schließlich wollen wir kein Pimperlverein bleiben.

Trafomitglied zu sein hat auch beträchtliche Vorteile. Die Mitgliedschaft umfasst:

* Gratisbezug der Streifzüge

* Gratisbestellung von bis zu 5 Exemplaren der jeweiligen aktuellen Nummer

* Gratisnachbestellung alter Ausgaben (soweit vorhanden)

* Gratiszustellung aller Bücher und Broschüren, wo unsereins mitbeteiligt ist; das ist der Anfang Sommer erschienene und von Lohoff/Trenkle/Lewed/Wölflingseder herausgegebene Sammelband „Dead Men Working. Gebrauchsanweisungen zur Arbeits- und Sozialkritik in Zeiten kapitalistischen Amoklaufs“ und die im Oktober erscheinende Krisis 28. * Sondervereinbarungen sind jederzeit möglich.

Als Einstiegsgeschenk bieten wir 3 Exemplare alter Krisis-Nummern (soweit vorhanden).

Der fällige Betrag ist auf eins der Konten (siehe Impressum) zu überweisen und im Jänner fällig. Für die Jahre 2004/2005 bieten wir aktuell die Trafomitgliedschaft um 150 Euro an. Wer nicht auf einmal zahlen kann oder will, den oder die bitten wir um die Einrichtung eines monatlichen oder vierteljährlichen Dauerauftrags.

Die Trafo-Mitgliedschaft ist nicht an ein Bekenntnis, gar an die Übernahme oder unbedingte Unterstützung bestimmter Inhalte gebunden. Wichtig ist vor allem, dass jene es für sinnvoll erachten, dass es dieses Magazin in dieser Form gibt. Die Mitgliedschaft erfolgt implizit durch Einzahlung des Betrags mit entsprechendem Vermerk und sie erlischt ebenso implizit durch die Nichtzahlung. Das heißt, niemand braucht sich erklären oder was unterzeichnen, noch Mahnbriefe fürchten. Niemand ist an irgendwelche Abmeldefristen gebunden. Wir bitten also zum Beitritt. Her mit den Trafos! Willkommen!

Selbstverständlich gibt es im Kritischen Kreis gleichfalls eine normale Mitgliedschaft. Auch die kann eins erwerben. Kostet ein bißl mehr und steht unter dem moralischen Druck der Aktivität, schließt aber auch ein Stimmrecht mit ein. Mindestens einmal im Jahr laden wir Mitglieder und Trafomitglieder zum Trafoheurigen, um sich gemeinsam der Transformation hinzugeben. Versprochen.

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